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Gaststätte am See

Die Gaststätte eröffnete erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Lange Zeit war sie der Mittelpunkt des Ortes. Alle großen Feiern wurden hier abgehalten und das Haus hatte eine große Anziehungskraft für alle die feiern wollten.

Die Gaststätte wurde in den 1990er Jahren von einem Bergbaubetrieb übernommen und sollte, wie der gesamte Ort, weichen. Seit dem Verkauf steht diese jetzt leer. Der Abriss der Gemeinde und des Gasthauses wurde nie realisiert da der Tagebau früher geschlossen wurde als gedacht.
So entwickelte sich der Ort heute als Touristenregion und die alte Gaststätte ist jetzt der Schandfleck hier. Der Zahn der Zeit nagt immer weiter an der Bausubstanz.

Die Waldturnhalle

Diese Halle wurde Mitte der 1930er Jahre errichtet und war ein Speisesaal der angrenzenden Produktionshalle. Hier wurde zu dieser Zeit ein Werk für Flugzeugmotorren errichtet. Das Werk wurde im 2. Weltkrieg bombardiert und größtenteils zerstört, nach dem Krieg wurden die Reste dann gesprengt. Dieser Hallenanbau blieb übrig. Wann genau sie zu Sporthalle wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls ist eine Rekonstruktion Mitte der 1980 Jahre erwähnt. Aber die Halle wurde schon früher von Sportvereinen genutzt. Ob zu der Zeit der Modernisierung auch die Fenster zugemauert wurden, ist nicht genau bekannt, aber meine Erinnerung daran ist das es schon immer eine fensterlose Halle mit Kunstlicht war. Wir hatten damals dort im Winter Fußball gespielt.
Hauptnutzer der Halle war aber der Radballverein und auch der Boxverein der Stadt hatte dort sein Trainingszentrum. Heute zeugen die gefundenen Relikte auch noch von diesen beiden Sportarten. Alte Boxplakate und Matten, sowie der Raum wo früher die Räder gelagert wurden sind noch vorhanden.
Seit rund 10 Jahren ist die Halle ungenutzt, ein Umbau zur Trainingsstätte des Judovereins wurde nie umgesetzt.

ICC

Wie gerne würden wir dort einmal Innenaufnahmen machen. Aber das Gebäude ist bewacht und natürlich gut gesichert im Bereich Messe Berlin . Deshalb haben wir das ICC umrundet und Bilder von Außen gemacht.

Das Internationale Congress Centrum wurde 1979 eröffnet. Es hat damals fast 1 Mrd. Mark gekostet. Die heutigen Eigentümer Das Land Berlin und der Betreiber Messe Berlin haben kein Interesse an einer Nutzung. Die letzte Veranstaltung fand 2014 statt. Zwischenzeitlich wurde im ICC, zwischen 2015 bis 2017,eine Flüchtlingsunterkunft und Erstaufnahmestelle betrieben. Seit 2019 besteht jetzt auch Denkmalschutz.

Im Inneren findet man 80 Säle und Räume. Es gibt 2 große Säle für Verantsaltungen, einer mit über 3.000 und der andere mit bis zu 5.000 Plätzen. Die Außenverkleidung besteht aus Aluminium. Witzig sind die Spitznamen welche die Berliner Bevölkerung dem Bau gegeben hat, z.B. „Raumschiff“, „Arche Noah“, Panzerkreuzer Charlottenburg“ und „Alu-Monster“

2023 war es so weit und das ICC öffnete seien Türen für 48 Stunden.

Stadttheater

Leider konnten wir kaum etwas über dieses große Theater in dieser Stadt heraus finden. Deshalb hier nur Vermutungen. Wie es scheint ist das ein Bau der in der DDR Zeit entstanden ist, der Baustil und die Hinterlassenschaften lassen auf diese Epoche schließen. Das Ende der Nutzung ist nicht bekannt. Leider wurde hier auch schon sehr viel beschmiert und kaum etwas zurück gelassen. Zum Glück blieb das Relief unbesprüht und stellt damit noch etwas Besonderes da.

Das schmucklose Gasthaus

Über dieses Gasthaus konnten wir keine relevanten Informationen sammeln.
In der oberen Etage gab es einige Zimmer und im Erdgeschoss, die übliche Einrichtung. Eine kleine, leergeräumte Küche, ein Gastraum und ein relativ schmuckloser Saal mit Bühne für größere Feiern. Wie es aussah gab es auch nach der Wende hier keine nennenswerten Renovierungsarbeiten, die dem erfolgreichen Betrieb des Gasthauses dienlich wären. So muss vor einigen Jahren hier das Haus geschlossen worden sein.

Winterquartier des DDR Staatszirkus

Im Jahre 1961 begannen die Planungen für ein Winterquartier des DDR Staatszirkus. Hier sollte eines der modernsten dieser Art in Europa entstehen.
Es entstanden Wohnheime, Kantine, Stallanlagen, Werkstätten, sowie eine Verwaltung. Die Arbeiten dauerten dann 3 Jahre und 1965 war die Eröffnung. Das Projekt kostete 3,5 Millionen Mark.
Ein erster Tag der offenen Tür 1969 gab den Besuchern die Möglichkeit mal hinter die Kulissen zu schauen.
Diese Anlagen des Objektes 1, existieren heute nicht mehr in dieser Form. Hier steht jetzt ein Gartencenter und noch ein paar Ruinen.

Später kam noch das Objekt 2 hinzu, mit Probemanege und Stallungen für die Tiere, das aus Teilen eines Zirkus-Baus an der Friedrichstraße errichtet wurden.
Eine Erweiterung fand 1982 statt, es wurden Stahlkonstruktionen in die Manege eingebaut um Artisten das Training zu ermöglichen, weiterhin wurden Sanitär- und Sozialräume rund um die Manege gebaut.
Das Aus des DDR Staatszirkus kam nach der Wende, Namensrechte wurden von der Treuhand verkauft und es bezog dann auch an kein Zirkus mehr sein Winterquartier hier.

Die verbliebenen Anlagen konnten wir nun besichtigen und es sind auch die letzten Gebäude die an den früheren Zirkusbetrieb erinnern. Wir bedanken uns an dieser Stelle an den Eigentümer der das möglich gemacht hat. Auf dem restlichen Gelände entstehen heute Häuser und Gastronomie. Die alte Manege wurde 2012 unter Denkmalsschutz gestellt.

Ein Gastbeitrag aus dem Jahr 2014 findet sich hier. Entstanden beim Tag der offenen Tür.

Der Breiterschuppen

Dieses Gasthaus bietet ein Bild der Verwüstung. Ob dieses während eines Umbaus oder nach Verlassen entstanden ist, wissen wir nicht. Im Gasthaus herrscht Chaos. Der Saal ist marode, die Böden weisen schon Löcher auf und das Dach ist undicht. Ein Schild weißt auf ein letztes Event hin „Live Musik im Breiterschuppen“. Die weiteren Gegenstände deuten eigentlich nicht auf einen langen Leerstand hin.
In den oberen Etagen, wo einmal der Wohnbereich war, ist neben den durchwühlten Sachen, auch noch einiges an Mobiliar vorhanden. Aber hier macht sich der Einfluss der Witterung schon deutlich bemerkbar.

Gegründet als Gashaus wurde es auch in den 1970er Jahren von einem VEB für Möbel einmal als Lager genutzt. Später nach der Wende dann zog wieder die Gastwirtschaft ein, ein Chinarestaurant war hier einmal und zuletzt dann der Breiterschuppen.

Centraltheater

Dieses Theater wurde nach dem 1. Weltkrieg erbaut. Pläne dafür gab es schon früher und das Theater residierte, bis zum Umzug hierher, auch schon an anderer Wirkungsstätte. Zur Eröffnung standen dann hier fast 1.000 Plätze zur Verfügung im Rang und auf dem Parkett. Forthin war das Haus weithin als eines der schönsten Kino- und Theaterhäuser bekannt. Es gab hier auch noch während des 2. Weltkrieges Aufführungen.

Nach dem Krieg wurde es weiterhin genutzt, aber nach den vielen Jahren stand dann auch eine Renovierung an, die lange an verschiedensten Dingen scheiterte. Aber Ende der 1960er Jahre war es soweit, leider verschwanden aber auch viele Einbauten die den früheren Reiz ausmachten. Auch die Platzzahl wurde reduziert und die Kinotechnik erneuert. Jetzt fungierte das Theater als Kino und Konzerthaus, aber auch viele große Festakte wurden hier abgehalten.
Die Einnahmen ließen aber kaum notwendige Instandhaltungsmaßnahmen zu. Es wurden eigentlich nur die notwendigen Arbeiten ausgeführt, so das dann 1990 die sofortige Schließung des Theater erfolgte. Vandalismus zog ein und der Verfall des Bauwerks war nicht mehr aufzuhalten. Auch die Stadt sah sich nicht in der Pflicht.

Vor 20 Jahren erfolgte eine Versteigerung mit Plänen des neuen Eigentümers das Haus wieder zu beleben. Aber bis auf eine Entrümpelung, die das einst so schöne Haus heute im Rohbau erscheinen lassen, ist bis heute hier nichts passiert.

Krystalldisco

Der letzte Betreiber dieses Hauses musste vor 10 Jahren und knapp 20 Jahren Discobetrieb, das Haus schließen. Heute sucht die Stadt einen neuen Betreiber.
Erbaut wurde es aber schon viel früher, zu Beginn des 20. Jahrhunderts als repräsentatives Haus im Ort, diente es im Laufe seiner Nutzungszeit für vielerlei Veranstaltungen. Es wurden hier Versammlungen, Tanzveranstaltungen oder Konzerte abgehalten.
In DDR Zeiten wurde es dann, wie viele dieser Häuser, als Klubhaus genutzt und umbenannt.
Nach der Wende erfolgte dann der Einzug der oben erwähnten Disco. Das Haus wurde aber auch für Feiern, Filmvorführungen oder Konzerte genutzt.

Die alte Rennrodelbahn

Auf dem höchsten Berg der DDR, dem Fichtelberg, finden wir heute die Reste einer Rennrodelbahn. Der SC Traktor war hier ansässig und brachte einige gute Sportler hervor. Die Anlage wurde 1967 gebaut, 1969 in Betrieb genommen und nach der Wende aufgegeben. Die Bahn war 1.100 m lang mit 18 Kurve und hatte oben einen Männerstart, dann etwas weiter unten den Frauenstart. Sie bestand aus Betonfertigteilen und war Naturvereist.

Der Bahnverlauf, Quelle: Google Earth – Visualisierung: Urbex BB

Damals galt sie als modernste Anlage in der DDR. Leider verlor sie aber schon kurz nach der Eröffnung an Bedeutung, da in Oberhof eine weitere entstand die noch moderner war und kunstvereist wurde. Damit gab es dort bessere Trainingsmöglichkeiten von September bis April. Man war dort nicht mehr auf den Frost angewiesen.
Auch der viele Schnee am Fichtelberg führte oft zu langen Räumaktionen, bis diese Bahn befahrbar war. Gegen Ende, Mitte der 1980er Jahre wurde die Rennrodelbahn meistens vom Nachwuchs oder für die Vorbereitung auf große Wettkämpfe genutzt.
Nach der Wende, wurde im Zuge von Liftbauarbeiten die erste Kurve abgebrochen und der ehemalige Herrenstart zu einer Hütte umgebaut.