Hie war einmal der Hauptstandort einer großen Möbelkette in den neuen Bundesländern.
Zudem ein großer Arbeitgeber der Region.
Nach der Wende baute ein Unternehmer diese Kette auf, er begann auf einem ehemaligen LPG Gelände mit dem Möbelverkauf und eröffnete später dieses Flaggschiff seines Unternehmens.
Leider waren die Wohnungen der Ostdeutschen schon bald alle eingerichtet und der Verkauf stockte. Das Unternehmen geriet darauf hin in Schieflage und meldete Insolvenz an. Viele der bestellten und bezahlten Möbel wurden nicht mehr ausgeliefert.
Eine andere Möbelkette zog noch für ein paar Jahre hier ein, aber scheiterte auch kurz nach der Jahrtausendwende. Seitdem steht das riesige Gebäude leer.
Das große Möbelhaus bot nur wenige Motive, aber im benachbarten Versorgungstrakt hat der natürliche Verfall schon begonnen.
Auf dem Gelände diesen ehemals großen VEB gibt es noch diese alte Kantine. 2 große Speisesäle warteten auf die Werktätigen und ein fast genau so großer Bereich war dafür da die hungrigen Mäuler zu stopfen.
Jetzt sind hier alle Geräte verschrottet, nur im Keller sind noch einige Anlagen vorhanden.
Übrig geblieben ist der typische DDR Bau, der damals einen Teil der 3.000 Beschäftigten verköstigte.
Nebenan geht jetzt die Produktion weiter, jetzt aber mit deutlich geringerer Mannschaftsstärke.
Dieses Stadtbad war das erste in dieser Region und eröffnete 1900 nach einer 2 jährigen Bauzeit.
Die Menschen nutzten auch rege die vorhandenen Wannen- und Dampfbäder.
In den letzten Kriegsmonaten wurde hier noch Schaden durch Bombenangriffe verursacht. Diese wurden in den Folgejahren repariert und das Bad wieder in einen benutzbaren Zustand gebracht. Leider wurden bei diesen Baumaßnahmen auch verschiedene Merkmale aus der Gründerzeit entfernt oder überbaut.
Das Bad wurde noch bis 1999 eingeschränkt benutzt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wartet auf einen Käufer.
Wir fanden die verlassenen Reste eines ehemaligen DDR Betriebes, kein Ahnung welche Funktion dieser früher einmal hatte.
Die anderen Gebäude und das Areal werden mittlerweile als Schrottplatz genutzt, dieser Teil diente als Speisesaal und sicher auch für die eine oder andere Veranstltung. Die kleine Bühne im Raum läßt darauf schliesen. Der Rest war leer geräumt.
Wie so oft entpuppte sich dieser Zufallsfund am Wegesrand als eine kleine Schatzgrube.
Wenn auch aus den 2000er Jahren gab es hier das ein oder andere nette Relikt vergangener Tage zu bestaunen.
Allen voran das gut erhalten Klavier war die Reise in die Tiefen des Ostens wert.
Bis zu 100 Personen fanden in dem rustikal eingerichteten Restaurantbereich platz.
Scheinbar ohne dauerhafte große Nachfrage musste das Hotel vor einigen Jahren für immer schließen.
Einst wanderte hier ein toter Marder durch die Räumlichkeiten.
Bei unserem Besucht, gab es nur lebende Waschbären auf dem Dachboden…
Die Deutsche Reichsbahn übernahm hier in den Zeiten der DDR ein über 200 Jahre altes Haus.
Betrieben wurde dann ein Erholungsheim für Bahnangestellte.
Die Zimmer waren einfach eingerichtet, wie so oft in diesen Bauten, aber das war den Urlaubern sicher egal die hier einen Ferienplatz ergattert hatten.
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Erholungsheim der Bahn
Hier noch ein paar ältere Bilder, aus dem Jahr 2013.
Für dies kleine Stadt war der Bau eines Stadtbades 1928 eine herausragende Einrichtung. Der Bau wurde durch eine Partnerschaft der Stadt mit der Siemens-Halske AG ermöglicht. Die Abwärme eines benachbarten E-Werks wurde genutzt und die Kosten dadurch klein gehalten.
Später wurde noch ein Trakt angebaut, der als Kantine genutzt wurde. Das Bad schloss in den 1990er Jahren.
Heute nutzt die LUBA das Gelände und hofft das alte Bad als Großküche umzubauen. Pläne dafür existieren schon, es soll ein Haus im Haus gebaut werden. Dach und Keller sind schon trocken gelegt.
Zur Zeit wird noch die Sauna und der spätere Anbau genutzt. Das Bad selbst, dient als Abstellplatz.
Mit dem Aufbau der DDR einstand hier in der Stadt ein Reichsbahnausbesserungswerk das mit der Zeit immer mehr erweitert wurde.
Den Bedürfnissen der Werktätigen angepasst, einstand dann zu Beginn der 1950er Jahre dieses Kulturhaus für die Eisenbahner.
Es war ein großer Saal und eine Gaststätte mit Speisesaal integriert worden.
Hier wurden Betriebsfeiern, Brigadefeste, Versammlungen, Feiern zum Tag der Eisenbahner, Jubilarien und ähnliches durchgeführt.
Kurz vor dem Ende der DDR erhielt das Haus noch eine Modernisierung und Umgestaltung.
Den Umbruch überstand das Kulturhaus leider nicht, ein neuer Mieter hatte Pläne zur Umgestaltung und begann schon mit den Arbeiten aber die Bürger hatten andere Probleme. Das Projekt scheiterte, seit dem steht das Haus leer. Ein Verkauf Ende der 1990er Jahre fand auch keinen neuen Käufer.
Auch andere Betriebe der Region, die nicht über so ein Haus verfügten konnten hier ihre Veranstaltungen durchfuhren.
Dieses Mehrzweckgebäude wurde einmal für die Arbeiter einer ortsansässigen Fabrik gebaut.
Hier war ein Schwimmbad, ein Theater und ein Cafe unter gebracht. Später kaufte das Gebäude eine Universität die zuerst das Schwimmbad schloss und dann Anfang des 21. Jahrhunderts den Rest.
Den Namen verdankt es den blau weißen, gekachelten Eingangsbereich, der dem einer Moschee ähnelt. Andere Quellen sprechen davon, das es Pläne gab das Areal in eine umzubauen, scheinbar wurden diese aber nie verwirklicht.
Mittlerweile ist der Vandalismus stark fort geschritten, wir trafen Jugendliche die sich dort die Zeit vertrieben und einen „Nachwuchsrapper“ der dort ein Musikvideo drehte.
Dieser Ort war der erste unserer Belgientour. Der Tag begann nicht besonders erfolgreich. Industrie die besonders gut gesichert war, mehrere zugemauerte Gebäude, oder hohe neue Zäune mit Natodraht überall. So nutzten wir die Gelegenheit das Jeusette zu besuchen, das aber nach Jahren des Leerstands schon übel aussah.
Dieses Theater wurde nach dem 2. Weltkrieg erbaut um die Arbeiter der Schwerindustrie zu unterhalten. Es gab hier Kino- und Theateraufführungen und Versammlungen wurden abgehalten.
Mit der Wirtschaftskrise und den verbundenen hohen Betriebskosten für das Werk, wurde der Betrieb eingestellt und die letzte Aufführung war Mitte der 1990er Jahre. Nach vielen Jahren Leerstand wurde das Gebäude an die Stadt verkauft die hier ein kulturelles Zentrum schaffen wollte. Aber es sieht nicht danach aus, ein Brand sowie Vandalismus haben dem Gebäude schon arg zugesetzt.