Archiv der Kategorie: GSSD

Alte Garnison

Diese kleine Stadt wurde als Artillerieschule gegründet. Die Häuser wurden um 1900 errichtet. Der Schießplatz und die Schule wurden immer weiter ausgebaut. Es gab hier Mannschaftsgebäude, Pferdeställe, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude. Das Casino viel 1920 einem Brand zum Opfer.

Nach 1945 übernahm die sowjetischen Armee das Areal, es wurde zur „verbotenen Stadt“. Nach Abzug der Truppen 1992 lebten dort nur noch 95 deutsche Bürger. Trotz der propagierten Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, war hier Kontakte zwischen Einheimischen und Soldaten nicht erwünscht.
Stationiert war hier eine ganze Armee, bestehend aus Hubschraubern und gepanzerten Kampfverbänden.

Teilweise sind die sehr schönen Backsteingebäude jetzt wieder als Wohnhäuser hergerichtet, aber ein großer Teil verfällt auch. Die Bilder stammen aus mehreren Besuchen da das Areal doch sehr groß ist.

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Sowjetischer Stern an einer Straßenkreuzung

Teilweise sind die sehr schönen Backsteingebäude jetzt wieder als Wohnhäuser hergerichtet, aber ein großer Teil verfällt auch. Die Bilder stammen von mehreren Besuchen da das Areal doch sehr groß ist.

Da beim letzten Besuch nicht alle Gebäude geschafft wurden, kamen wir wieder und nahmen uns den Rest vor. Hier noch ein paar Eindrücke aus 09-2016!

Diese Bilder sind ebenfalls in der „Alten Garnison“ entstanden und zeigen einen Theaterbau, mit Kindertheater und großem Saal.

Am Rande einer Winterwanderung (2017) Richtung Truppenübungsplatz mußte auch der Stern dran glauben.

Winterstern

Ein erneuter Besuch (2017) der Alten Garnison erfolgte, einige unbesuchte Gebäude sollten erkundet werden. Aber diese waren fast alle zerstört oder mit Müll der Bevölkerung gefüllt. Am Ende landeten wir im Theater und machten noch ein paar Bilder.

Gegen Ende 2017 und 2020 verschlug es uns wieder mal in die „Alte Garnison“, das schon arg ramponierte Gebäude mit dem Uhrenturm war das Ziel. Auch ein paar Nebengebäude wurden angesehen.

03-2019
Wie sich der Stern immer wieder verändert. Wir hörten das dort einige Renovierungsmaßnahmen erfolgt sind und mußten uns das angucken. Die meisten Gebäude dort, sind jetzt alle gut gesichert und wurden scheinbar  an eine Firma verkauft, die solche Objekte entwickelt.

06-2020
Ein paar Luftaufnahmen aus der Alten Garnision.

05-2022
Wir konnten auch hier in der Alten Garnison wieder einige Gebäudeteile erkunden, die bisher verborgen geblieben sind. Besonders dabei war der Wäschereiteil mit Bügelzimmer und Heizraum.

06-2023
Bisher gut bewachte Teile sind jetzt scheinbar aufgegeben worden und da wir hier immer noch auf der Suche nach einer bestimmten Sauna in diesem Areal sind, schauten wir auch hier wieder vorbei. Die eigentlich Sauna blieb unentdeckt, aber 2 kleinere sind uns unter gekommen. Die Keller sind hier leider sehr unübersichtlich, mit verschiedenen Zugängen und immer wieder zugemauerten Gängen. Die Gebäude sind auch in sehr schlechtem Zustand. Die Feuchtigkeit hat den Balken schon arg zugesetzt, so das einige Etagen runter gekommen sind und vieles nur noch von den Steintreppen aus anzusehen ist. Aber es gab noch genug neue Entdeckungen.

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Kasernenhof Havelaue

Für die neue Luftkriegsschule der Wehrmacht wurden in den Jahren 1935/36 drei Kasernenhöfe errichtet. Nach Kriegsende nutzte die Sowjetarmee das Gelände.
Die noch vorhandenen Gebäude werden saniert und zum Wohnpark umgebaut.

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Heeres Reitschule Krampnitz

Die Kavallerie- und Panzertruppenschule Krampnitz wurde 1935 von Hannover nach Potsdam-Krampnitz verlegt. Grund war u. a. der in der Nähe befindliche Truppenübungsplatz Döberitzer Heide. Das Heeres-Neubauamt begann im Frühjahr 1937 mit den Bauarbeiten.
Seit November 1938 unterstand sie dem „Chef der Schnellen Truppen“, General Heinz Guderian. Im Juni 1941 erfolgte die Umbenennung in „Schule für Schnelle Truppen“, 1943 in „Panzertruppenschule II Krampnitz“. Im Winter 1944 erfolgte die Verlegung der Hauptbestandteile der Panzertruppenschule nach Bergen, nur die berittenen Ausbildungseinheiten verblieben in ihren Kasernen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kaserne von der GSSD, bis zum Abzug 1992, genutzt. Danach wurden hier einige Filme gedreht. Politisch entstand Wirbel um das Areal, es ging dabei um Unregelmäßigkeiten beim Verkauf des Geländes.
Auf dem hinteren Teil des riesigen Geländes wird zur Zeit Wohnraum für mehrere tausend Menschen geschaffen.

Bilder aus 2015

01-2020
Seit unserem letzten Besuch ist einiges passiert, eigentlich sollten hier ja jetzt schon welche wohnen, aber so weit ist es noch nicht. Es wurde begonnen Gebäude, die nicht modernisiert werden sollen, abzureißen. Auch wird an einigen Häusern jetzt gebaut. Aber das ganze dauert doch schon einige Jahre und so ein großer Fortschritt ist nicht zu erkennen. In der Presse stand die Tage, das der beabsichtigte Einzug im Jahr 2022 um weitere 2 Jahre verschoben wurde. Hintergründe sind in der Erschließung des Verkehrs genannt worden. Auch soll der vollständige Ausbau dort erst erfolgen, wenn die Straßenbahnanbindung realisiert wurde.

Deshalb nutzten wir noch einmal die Gelegenheit, das Areal weiter zu erkunden. Erstaunlich was man noch so alles findet, so war diesmal auch das Casino offen, leider bot es innen einen trauriger Anblick. Vandalen haben so gut wie alles beschmiert. Wir fanden noch einige Bilder aus der GSSD Zeit, aber alles haben wir immer noch nicht gesehen. Vielleicht gibt es noch eine Erkundung.

Hier noch ein Bild es Deckenmosaiks aus besseren Zeiten, aufgenommen 2010 und zur Verfügung gestellt vom Gastautor Gumpe.

Foto: gumpe 2010

01-2021
Da die Abriss- und Renovierungsarbeiten immer weiter voran schreiten, wollten wir hier im westlichen Teil noch einmal vorbei schauen und auch die Keller und Dachböden besichtigen. Wir beschränkten uns auf 2 Gebäude, da hier jetzt sehr viele Baumaschinen stehen und wir nicht weiter auf das Gelände vordringen wollten. Durch die großflächigen Abrissarbeiten ist in diesem Bereich dann auch keinerlei „Deckung“ mehr vorhanden. Es geht dem Gelände an den Kragen, die Hallen, Garagen und minderwertigen Gebäude sind schon platt gemacht. Wie es scheint bleiben alleine die Wohngebäude stehen um am Ende einer neuen Bestimmung zugeführt zu werden.

06-2021
Noch einmal konnten wir einige Gebäude in offizieller Mission besuchen. Die Bauarbeiten sind sehr weit fort geschritten, fast alle Wege und Straßen sind in irgend einer Form bearbeitet oder gerade in Bau. Gewerkelt wird an allen Ecken und Enden. Der Charakter eines Lost Place ist nicht mehr vorhanden. Wir konnten zum wahrscheinlich letzten Mal das Deckenmosaik ablichten. Das wurde in von jemanden gereinigt, der lilane Tag ist fast verschwunden und einige Teile, die früher übermalt waren sind wieder zum Vorschein gekommen. Ein paar Tage später wurde es abgedeckt.

2025

Die Bauarbeiten und auch die Abrissarbeiten auf dem Gelände gehen weiter voran, scheinbar aber nicht in der Geschwindigkeit wie vorgesehen.
Mittlerweile kann man dort mit dem Auto umher fahren, das einem neue Ansichten ermöglicht. Es ist ein komisches Gefühl sich hier „frei“ zu bewegen, wenn man bedenkt was hier früher für ein Versteckspiel mit dem Sicherheitsdienst statt fand.
Die Vegetation war damals unser Verbündeter, heute ist hier weithin alles überschaubar. Wir besuchten noch offene Gebäude, aber auch bekanntes. In den Kellern oder Dachböden findet sich immer noch einiges der alten Bewohner.

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Fliegertechnische Schule

Als  Schule der deutschen Verkehrsflieger wurde sie 1933 zur Tarnung gegründet, da Deutschland zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Versailler Verträge von 1919 keine Luftwaffe besitzen durfte. Schnell waren hier 1.500 Schüler untergebracht. Die Bauten wurden wahrscheinlich bis 1935 errichtet, genaues ist nicht bekannt, da dieses unter strengster Geheimhaltung geschah. Ab 1935 gab sich die Einrichtung als solche zu erkennen. Anfang 1940 wurde die Schule nach Warschau verlegt und an diesen Ort zog eine „Höhere Fliegertechnische Schule“. Die Aufgaben waren die Schulung des technischen Personals mit den Neuerungen der Luftwaffe. Als nach dem 2. Weltkrieg die sowjetische Armee die Anlage übernahm, war sie weitgehend unbeschädigt. Sie richtete hier ein Schulungszentrum für Offiziere der Panzertruppen und Artillerie ein.

Ein erneuter Besuch (2016)  brachte neue Perspektiven und Motive sowie  eine insgesamte ruhigere Begehung. Ein entspannter Sommerabend auf dem großen Gelände. Wie immer bei diesen Liegenschaften entdeckt man wieder was neues.

04-2020
Auch hier schauten wir mal wieder vorbei, 1-2 Häuser waren diesmal offen und konnten besichtigt werden. Auch alt bekanntes wurde wieder begutachtet. Am Ende der Gallerie noch ein paar Drohenbilder vom Juni 2020 und auch aus 2023.

10-2021
Zum Abschluss einer kleinen Tour besuchten wir die Fliegerschule um 2-3 Wandbilder zu suchen. Die Hinweise waren richtig gedeutet und wir fanden das Wandbild mit dem Ritter und ein paar Sportlersymbole an der Außenmauer. Da heute die Sonne schien sind diese Bilder leider nicht so schön geworden, so das wir diese nochmals ablichten werden.

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Lager mit Fahrschule

Hier befand sich einst ein sowjetisches Ersatzteildepot. In einem Gebäude war eine Fahrschule unter gebracht. Diese war nur noch mit äußerster Vorsicht zu betreten. Der Boden teilweise schon durch gefault, ließ Blicke auf die darunter liegenden Räume zu. Das Depot wirkt nicht besonders groß, wenn man es aber gründlich erkundet, findet man immer mehr Gebäude im Wald. Es sind viele viele unterschiedliche Motive zu entdecken.

06-2021
Auf dem Rückweg von einer anderen Location, hielten wir hier auch nochmals an. Mittlerweile ist das Gelände richtig zugewachsen und verfällt immer weiter. Eine Sauna die beim ersten Besuch übersehen wurde, fanden wir ganz gut. Die Wandbilder haben aber auch schon sehr gelitten. Das Fahrschulgebäude ist, abseits der Steintreppen, kaum noch zu betreten.

 

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Munitionslager Wulkow

Auf dem 330 ha großen Areal wurde 1934 bis 1939 die Heeresmunitionsanstalt Neuruppin errichtet. Es gab einen Fertigungsbereich, in dem Munition aller Kaliber hergestellt wurde, einen Wohn-, Verwaltungs- und Sozialbereich sowie einen Lagerbereich. Die GSSD nutze das Areal als Munitionslager. Die Gebäude die als Lager dienten sind bereits alle verschwunden, der Teil der als Unterkunft diente, ist auch im Abriss. Also wird dieser Standort bald nicht mehr existieren. Wir konnten auch nur wenige Motive finden, einige Spuren der früheren Größe, wie Schienen oder Mauern im Wald kann man noch entdecken.

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Standortlazarett

Der Ursprung dieses  Standortlazaretts bildeten 4 Krankenhausbaracken, die 1893 errichtet wurden. 1934 – 1936 erfolgte dann ein größerer Umbau und damit eine Erweiterung der Kapazitäten, da hier auch die Zivilbevölkerung von den Militärärzten behandelt wurde. Beim Neubau wurden die Terrassen und Balkone so ausgerichtet, dass die frische Waldluft und das Sonnenlicht bestens genutzt wurde. Es war das modernste Militärkrankenhaus der damaligen Zeit.

Die russischen Truppen nutzen das Krankenhaus bis zu ihrem Abzug 1992 und errichteten noch weitere Gebäude.

Hier noch eine Auswahl von Wandbildern, denen ich mich bei einem Wiederholungsbesuch widmen konnte.

11-2018
Das Gelände des Standortlazaretts umfasst ja noch einige andere Gebäude. Diese waren das Ziel der Erkundung, aber auch dem Lazarett wurde ein Besuch abgestattet. Das warme Herbstlicht bot uns doch ein schönes warmes Licht im Gebäude. Im hinteren Teil des Geländes fanden wir noch ein weiteres Krankenhaus, erbaut in den letzten Jahren der Besatzerzeit.
Hier wurde 1980 eine Geburtsklinik auf dem Gelände errichtet. Die russsiche Bauart lässt sich auch heute noch gut erkennen. Wie immer wurde der Putz weggelassen. In der Klinik erblickten bis 1993 viele Kinder das Licht der Welt.

Das neuere Heizhaus dort, hatte auch das Baujahr 1980 an der Wand verewigt.

Und Drohnenbilder

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Kaserne Kapen

Ursprünglich war das Areal ein Waldgebiet mit Forstamt.
1935 wird ein Teil des Gebietes zum Truppenübungsplatz, Kasernen und eine Munitionsanstalt werden errichtet. Hier wurde großkalibrige Munition hergestellt. Der Sprengstoff kam aus einem Werk in der Nähe. Später wurden hier dann sogar Chemiewaffen produziert.
Nach dem Ende des Krieges, besetzte zuerst die US Armee das Gelände und erbeutete wichtige Dokument zur Chemiewaffenherstellung.
Später dann, im Mai 1945 werden die militärischen Anlagen von der sowjetischen Armee übernommen. Die in den ersten Jahren die chemischen Kampfstoffe vernichtete. Eine Teil des Geländes nutzte die sowjetische Armee als Militärstandort bis zu ihrem Abzug 1992. Der andere Teil wurde ein VEB Chemiewerk das auch nach der Wende abgewickelt wurde. Diese Bilder stammen aus den von der Sowjetarmee genutzten Teil.

10-2020
Ein erneuter Besuch der Kaserne, mit doch einigen neuen Funden.
Wie ein Sturmbahn im Wald, eine Fahrschule mit einigen Schautafeln und noch ein paar schöne Wandbilder.

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Haus am Fuchsberg

Ein einzeln stehendes Haus, mitten in einer ehemaligen russischen Garnisonsstadt. Es sind fast keine Einbauten mehr vorhanden, nur ein paar russische Schriftzüge auf dem Dachboden zeugen von den letzten Nutzern. Ein kleines Theater war wohl einst auch vorhanden.

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Feuerwerkslaboratorium

Entstanden ist das Laboratorium 1915, hier wurden vorrangig Zünder und Granaten hergestellt.
1920 übernahm die Deutsche Reichsbahn das Werk und eröffnete 1928 hier eine Reichsbahnzentralschule.
Man schuf Einrichtungen für die theoretische und praktische Ausbildung. Der große Vortragssaal fasste 90 Zuschauer, weiterhin gab es einen Physiksaal, sowie einen Zeichen- und einen Übungssaal. Auch ein Lehrstellwerk war vorhanden.
Im Mai 1945 übernahm die Rote Armee das Gelände und nutzte es als Kaserne. Seit ihrem Abzug 1993 steht das Gelände leer.

05-2020

Auch hier war mal wieder ein Besuch nötig. Vor einiger Zeit wurde hier ein Zaun um das Gelände gezogen und auch ein Brand im Theater hatte Teile des Dachs zerstört. Diesen Saal haben wir ja beim ersten Besuch übersehen und wollten hier noch Bilder machen. Leider haben hier auch die Vandalen zugeschlagen und fast jeden Fleck an den Wänden bemalt. Einfach grausam was hier passiert ist. Die Umzäunung erfolgte wieder einmal viel zu spät.

Einen kleinen Überflug gibt es hier zu sehen.

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