Archiv der Kategorie: GSSD

Kaserne Kapen

Ursprünglich war das Areal ein Waldgebiet mit Forstamt.
1935 wird ein Teil des Gebietes zum Truppenübungsplatz, Kasernen und eine Munitionsanstalt werden errichtet. Hier wurde großkalibrige Munition hergestellt. Der Sprengstoff kam aus einem Werk in der Nähe. Später wurden hier dann sogar Chemiewaffen produziert.
Nach dem Ende des Krieges, besetzte zuerst die US Armee das Gelände und erbeutete wichtige Dokument zur Chemiewaffenherstellung.
Später dann, im Mai 1945 werden die militärischen Anlagen von der sowjetischen Armee übernommen. Die in den ersten Jahren die chemischen Kampfstoffe vernichtete. Eine Teil des Geländes nutzte die sowjetische Armee als Militärstandort bis zu ihrem Abzug 1992. Der andere Teil wurde ein VEB Chemiewerk das auch nach der Wende abgewickelt wurde. Diese Bilder stammen aus den von der Sowjetarmee genutzten Teil.

10-2020
Ein erneuter Besuch der Kaserne, mit doch einigen neuen Funden.
Wie ein Sturmbahn im Wald, eine Fahrschule mit einigen Schautafeln und noch ein paar schöne Wandbilder.

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Haus am Fuchsberg

Ein einzeln stehendes Haus, mitten in einer ehemaligen russischen Garnisonsstadt. Es sind fast keine Einbauten mehr vorhanden, nur ein paar russische Schriftzüge auf dem Dachboden zeugen von den letzten Nutzern. Ein kleines Theater war wohl einst auch vorhanden.

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Feuerwerkslaboratorium

Entstanden ist das Laboratorium 1915, hier wurden vorrangig Zünder und Granaten hergestellt.
1920 übernahm die Deutsche Reichsbahn das Werk und eröffnete 1928 hier eine Reichsbahnzentralschule.
Man schuf Einrichtungen für die theoretische und praktische Ausbildung. Der große Vortragssaal fasste 90 Zuschauer, weiterhin gab es einen Physiksaal, sowie einen Zeichen- und einen Übungssaal. Auch ein Lehrstellwerk war vorhanden.
Im Mai 1945 übernahm die Rote Armee das Gelände und nutzte es als Kaserne. Seit ihrem Abzug 1993 steht das Gelände leer.

05-2020

Auch hier war mal wieder ein Besuch nötig. Vor einiger Zeit wurde hier ein Zaun um das Gelände gezogen und auch ein Brand im Theater hatte Teile des Dachs zerstört. Diesen Saal haben wir ja beim ersten Besuch übersehen und wollten hier noch Bilder machen. Leider haben hier auch die Vandalen zugeschlagen und fast jeden Fleck an den Wänden bemalt. Einfach grausam was hier passiert ist. Die Umzäunung erfolgte wieder einmal viel zu spät.

Einen kleinen Überflug gibt es hier zu sehen.

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Fliegerhorst

Vor dem 2. Weltkrieg war dieses Gelände in geheimen Plänen des Luftfahrtministeriums für einen Flugplatz vorgesehen. Der Ausbau war dann 1939 fertig gestellt. Es gab eine Betonlandebahn, Hangars, Kasernen und Versorgungsbauten.
Als 1945 der Flugplatz von den russischen Truppen erobert wurde, sollte er auch weiter als solcher genutzt werden. Die Lage war aber nicht dafür geeignet und nur bis Mitte der 50er Jahre waren hier Flugzeuge stationiert.
10 Jahre lang diente der Flugplatz noch einer Hubschrauberstaffel als Standort und bis zum Abzug der GSSD-Streitkräfte, wurde das Gelände von den sowjetischen Landstreitkräften als Truppenübungsplatz genutzt.

09-2019
Irgendwie ist dieser große Standort bei uns in Vergessenheit geraten, wir besuchten ihn vor vielen Jahren und hörten immer wieder von reinem renitenten Wachschutz. Da in letzter Zeit immer mal wieder Bilder auftauchten, nahmen wir diesen Fliegerhorst wieder auf die Liste.

Erstaunlich was man damals übersehen hatte. Aber das hat auch Gründe. Vor rund einem Jahr wurde hier alles frei geschnitten und damit wurde das Gelände sehr übersichtlich, das Schwimmbad hatten wir damals nicht gefunden, heute liegt es relativ frei. Scheinbar wird die Bebauung vorbereitet, 2018 wurde das Gelände an eine Wohnungsgesellschaft verkauft. Auch die Bewachung gibt es nicht mehr. Viele Leute gehen hier ein und aus.

Die Bilder stammen von 2 Besuchen kurz hintereinander. Beim ersten pirschten wir noch im Unterholz zu den Gebäuden, als wir aber an einem Sonntag, beim 2. Besuch viele Spaziergänger trafen, stellten wir dies auch ein und liefen ungeniert umher.

04-2020
Wir besuchten noch ein paar Wohnhäuser und flogen mit der Drohne über das Gelände. Die Bilder aus den Häusern sind in der obigen Galerie am Ende zu finden.

03-2023
Mittlerweile sind wir hier zum 5. Mal und auch bei diesem Besuch sind noch keine Anzeichen einer Bautätigkeit zu verzeichnen. Man hat zwar das Gefühl, das der Bewuchs immer wieder entfernt wird um einen guten Gesamtüberblick zu haben wenn es hier zu Besichtigungen kommt, aber mehr passiert nicht. Der Zustand der Häuser wird auch nicht besser, da sich hier scheinbar jede Menge und Arten von Menschen umher treibt. Sprayer, Vandalen, Fotografen, Jugendliche die sich hier ihre Zeit vertreiben, Ausflügler, Familien usw.
Wir konnten diesmal auch doch noch neues Entdecken, wie der Bereich der Wäscherei, der bisher immer unscheinbar und uninteressant schien, aber doch einiges bot.

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Militärflugplatz zur Solarzelle

Hier war bis 1994 ein Militärflugplatz angesiedelt. Teilweise wurde er ab den 1970er Jahren von Agrarfliegern genutzt. Ganz zu Anfang wurden hier kaiserliche Fliegertruppen ausgebildet, vor dem 2. Weltkrieg übernahm die Wehrmacht das Gelände. Die GSSD nutzte dann den Flugplatz bis zu ihrem Abzug.

Starke Zerstörung prägt das Gelände, mit dem Abriss der Gebäude wurde schon begonnen, die ehemaligen Landebahnen sind schon von einer Solarfirma genutzt.

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