Das Ziel einer Winterwanderung war diese Stele auf dem Truppenübungsplatz Heidehof. Dieses riesige Areal wird sicher noch Ziel weiterer Erkundungen sein, Dazu ist dann aber ein geländegängiges Gefährt notwendig.
Zur Geschichte des TÜP:
Um 1900 wurde er errichtet und um 1930 erweitert. Es entstand ein Bombenabwurfplatz um Markendorf.
1949 übernahm die Rote Armee den Platz und nutze ihn bis 1992. Hier war das Ausbildungszentrum der 20. Gardearmee. Er umfasst eine Fläche von 12.000 ha bei einer Ausdehnung von 24×6 km. Im Jahr 1994 erfolgte die Übergabe an die deutschen Behörden, diese erklärte 1999 den Platz zum Naturschutzgebiet.
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Panzerdirektion
Eine weitere Stele dieser Bauart befidnet sich in der Nähe eines angrenzenden Kasernengeländes. Die Aufschrift ist nicht mehr lesbar.
Dieses Denkmal/Relief ist das letzte Überbleibsel an diesem GSSD Standort. In diesem Bereich befand sich einmal eine Panzerreparaturbasis. Die Hallen werden heute Zivil genutzt und die anderen Bereiche werden gerade mit Einfamilienhäusern bebaut.
Ein typisches Relikt der Russischen Armee, das auf der Stirnseite die Jahreszahlen von 1945 bis 198/9x zeigt. Die letzte Zahl ist abgeschlagen und nicht mehr erkennbar, die vorletzte eher eine 8 als eine 9. Warum dieser Jahresbereich hier dargestellt wurde, erschließt sich uns nicht ganz. Weil auf den Reliefszenen ja eigentlich Kriegshandlungen dargestellt sind. Vielleicht weiß jemand mehr darüber und kann uns weiter helfen?
Dieser GSSD Nachrichtenbunker wurde vermutlich in den 1970er Jahren erreichtet. Er war 2-etagig ausgeführt und eine Fläche von rund 30×15 Metern.
Eine kleine Kaserne in der Nähe und der Antennenmast wurden vor einigen Jahren abgerissen.
Der Bunker diente als Übermittlungsstelle für die Nachrichtenzentrale der GSSD in Wünsdorf. Nach Abzug der Truppen auf dem Gebiet der DDR wurde dieser Bunker auch zurück gelassen und wurde eine Zeit lang für Technopartys genutzt. Aber mit dem Abriss der oberirdischen Anlagen wurde der Hauptzugang hier auch verschlossen. Heute deutet kaum noch etwas auf das unterirdische Bauwerk hin, nur Kenner erkennen an dem Hügel den wahren Inhalt.
An diesem großen Flugplatz gab es auch die notwendige Bebauung von Kasernen, Freizeiteinrichtungen und Versorgung.
Dieses alte Casino steht heute im Wald und ist total zerstört. Man kann nur noch erahnen was mal in den großen Räumen vorhanden war.
Ob ein Theater, Kino, oder ein großer Speisesaal wir wissen es nicht genau. Die Küchenräume sind auch noch erkennbar.
Errichtet wurden die Anlagen schon von der Wehrmacht, die GSSD nutzte das Gelände dann bis zu ihrem Abzug.
Hier betrieb die Wehrmacht bis zum Ende des 2. Weltkrieges einen Militärflugplatz der in den 1930er Jahren errichtet wurde. Die Rote Armee übernahm dann das Areal und stationierte hier eine Luftarmee bis zu ihrem Abzug 1994.
Hier gab es alles, was für den Betrieb notwendig war, mehrere Hangars auch für Reparaturen, eine Segelflugstation, eine Fliegerausbildung sowie die Kaserne für die Soldaten.
Nach dem Krieg wurde das Gelände zuerst nicht genutzt und viele Anlagen abmontiert unter anderem auch 2 große Werfthallen. Kurzzeitig war hier auch eine Schiffswerft untergebracht, aber zu Beginn der 1950 er Jahren entschloss sich die sowjetische Administration hier wieder einen Flugplatz zu betreiben. Die vorhandene Infrastruktur wurde wieder aktiviert und erweitert. Eine 2. Rollbahn wurde gebaut und danach verschiedene Lufteinheiten hierher verlegt. Hauptsächlich waren hier Jagdflugzeuge. In den 1960er Jahren wurden hier weitere Veränderungen durchgeführt, die Startbahnen wurden verlängert und Flugzeugdeckungen und Munitionsbunker gebaut. Der Standort war jetzt oft der Ausgangspunkt für Schießübungen über der Ostsee, an denen viele weitere Truppen des Warschauer Paktes teilnahmen.
Eine weitere Sanierung Anfang 1990 wurde wegen der politischen Wende nicht durchgeführt und nach Abzug dieser dann geschlossen. Heute ist hier ein Museum ansässig auch für Festivals wird das Gelände genutzt. Die folgenden Bilder entstanden rund um die heute genutzten Bauten, die letzten 7 in der Galerie sind aus dem Museum.
Eine der vielen Munitionsanstalten in Deutschland, diese hier liegt heute mitten im Wald.
Erbaut wurde sie zu Beginn der 1930er Jahre und umfasste eine Fläche von ca. 150 Hektar. Die knapp 80 Lagerbunker sind allesamt leer. Die Kommandantur und Wohnhäuser werden seit 2005 größtenteils zivil genutzt. Hier waren wir jetzt einige Monate später noch einmal und haben Bilder am Ende der Galerie angefügt.
Einige Einbauten in den Bunkern deuten noch auf die deutschen Errichter hin.
Nach dem Krieg diente das Areal der Sowjetarmee als Munitionslager einer Luftarmee. Es wurden hier Bomben und Raketen gelagert.
Vor Abzug der GSSD wurden hier scheinbar noch einige Waffen verschossen. Die große Anzahl an leeren Hüllen der Panzerabwehrlenkwaffe nebst Holzkisten deuten darauf hin. Hier handelte es sich um die 9K120 Ataka (NATO-Codename AT-9 Spiral-2) das ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus sowjetischer Produktion. Die Reichweite betrug 6 km und der Preis lag bei ca. 50.000 US Dollar/Stk.
Am Ende der Galerie sind noch Bilder des Raketenlagers aus 07/2021.
Dieses Lazarett wurde von der Wehrmacht vor dem 2. Weltkrieg errichtet. Das Haupthaus ist ein riesiger Bau, hier konnten über 600 Patienten versorgt werden. Modernste Technik kam hier zum Einsatz in den verschiedensten medizinischen Bereichen. Es gab Einrichtungen, wie Theater, Schwimmhalle, eine kleine Kapelle, Kinderabteilung, Apotheke, Kantine usw.
Nach der Evakuierung zum Ende des Krieges übernahm die Rote Armee das Gelände. Es wurde weiterhin als Lazarett genutzt und nach dem Abzug der Truppen 1993 ging es in private Hand über. Das Spekulationsobjekt brachte nicht das Gewünschte ein und so bewachte ein Wachdienst bis vor wenigen Jahren das Lazarett. Als dieser abgezogen wurde zog hier der Vandalismus ein. Es wurde ein Treffpunkt für Jugendliche und Wertstoffsammler. Ich habe solch ein Ausmaß der Zerstörung bisher kaum gesehen, untere Teile der Wände wurde heraus geschlagen um an die Rohre darin zu kommen. Also ist heute fast alles an Metallen verschwunden. Die Schwimmhalle ist auch zerstört und beschmiert.
Diese hier stationierten Truppen waren Teil der Sowjetarmee in Osteuropa.
Heute ist davon kaum noch etwas zu sehen. 1-2 Wohngebäude und dieses Theater stehen hier noch ungenutzt. Zuletzt war hier eine Raketenbrigade stationiert die mit der Luftwaffe in der Nähe verbunden war. Im Theater prangt noch ein Leninspruch, den ich mal wörtlich übersetzt habe.
УЧИТЬСЯ ВОЕННОМУ ДЕЛУ НАСТОЯЩИМ ОБРАЗО – „DAS ERLERNEN DER KRIEGSKUNST IST DIE WAHRE BESTIMMUNG“
Am Rande eines militärischen Übungsgebietes fallen uns einige zugewachsene Gebäude auf. Bei der Erkundung erkennen wir schnell die früheren Nutzer.
In dieser Region waren viele verschiedene GSSD Einheiten stationiert. Diese hier war eine bewegliche Raketentechnische Basis der 3. Armee.
Vor Ort gab es noch die typischen Einrichtungen, wie Sporthalle, Kinosaal, Speisehaus und Schlafsäle. Dazu einige kleinere Gebäude unbekannter Nutzung, Werkstätten und Garagen sind verfallen oder abgerissen.
Erstaunlich das es im Kino noch Stühle gab, auch die Sporthalle hat die Jahre gut überstanden.
Wir besuchten die Reste eines früheren Fliegerhorstes. Zu Beginn der 1930er Jahre wurde dieser errichtet und war zuerst für Testflüge gedacht. Im Krieg waren hier dann Kampfflugzeuge stationiert. Der Flugplatz wurde mehrfach bombardiert und dadurch stark beschädigt. Auch ein deutsches Sprengkommando wollte nur noch Trümmer hinterlassen.
Als die Rote Armee dann nach 1945 das Gelände übernahm wurde zuerst repariert was genutzt werden sollte und anderes abgerissen. Ab den 1950er Jahren stationierte die GSSD dann hier MiG 15, später dann Hubschraubereinheiten und Schlachtflieger. Die letzten Flugzeuge hoben hier 1992 ab und danach wurde das Gelände an die deutschen Behörden übergeben.
Heute sind hier wie auf vielen dieser Plätze energieerzeugende Anlagen installiert. Viele der anderen Gebäude sind dem Verfall Preis gegeben. Da das Gelände weitestgehend frei zugänglich ist, haben sich die Vandalen und Sprayer hier auch schon gut ausgetobt. Kaum eine Wand ist noch ursprünglich erhalten.