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GSSD Funksendezentrale

Dieser Bunker diente wohl als Hautsendezentrale im Bedarfsfall. Er wurde ebenerdig errichtet und mit Erde überdeckt.
Die Stromversorgung bei Netzausfall sollten 2 Dieselaggregate übernehmen, die aber nicht mehr existieren. Der Hauptteil des Bunkers war mit den Sendeanlagen und Anlagen zu deren Kühlung ausgestattet. Auch die typischen Belüftungseinrichtungen sind noch vorhanden.
Die daneben befindliche Kaserne ist entkernt und verwüstet, einzig die Sauna bot noch einige Motive.

Sterndenkmal

Dieses sternförmige Monument steht heute einsam im Wald. Im Umkreis von mehreren Kilometern sind keine alten militärischen Analgen zu erkennen. Auch auf historischen SAT Bildern steht hier nur wenig. Warum das Monument hier gebaut wurde, wissen wir nicht. Heute sind die aufgemalten Bilder kaum noch zu erkennen, Am besten ist die Bemalung noch auf der vom Wetter abgewandten Seite, ein Soldat vor einem Radar, erhalten.
Ansonsten gab es einen nicht mehr leserlichen Spruch, Panzer, Jagdflugzeuge und weitere Soldaten zu sehen.

Sowjetischer Ehrenhain

Diese beiden Monumente sind die Reste einer Militärliegenschaft die hier seit den 1920er Jahren existierte und nach 1945 von der GSSD genutzt wurde. Nach dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte wurden diese Flächen rekultiviert, diese beiden Reliefs blieben als Ehrenhain zurück. Sie halten sich tapfer in ihrem Erhaltungszustand, aber da sie nicht unter Denkmalschutz stehen, verfallen sie immer weiter und werden in einigen Jahren kaum noch zu erkennen sein.
Vor 5 Jahren versuchte ein Einheimischer den Verfall zu stoppen, aber bisher ist für die Erhaltung nichts getan worden.

Vergangenheit trifft Gegenwart

Das größere der beiden ist eine militärische Huldigung des Vaterländisches Krieges von 1941 – 1945. Es enthält Abzeichen von Truppen und die namentliche Auflistung von Helden der Sowjetunion.
Das andere eher die zivilen Leistungen der Sowjetrepublik, mit Angabe von Fördermengen von Rohstoffen und Agrarprodukten. Weiterhin ziert ein Leninzitat das Relief.
Übersetzt heißt es dort

„Man kann das Land nicht verteidigen, ohne den heldenhaften Einsatz des Volkes bei der ökonomischen Umgestaltung zu einer gewaltigen Großmacht.“

Auf der Rechten Rückseite ziert ja der Leninkopf das Relief und ein weiteres Zitat. Dort steht:

„Die Partei ist das ehrliche Gewissen unserer Epoche. Wladimir Iljitsch Uljanow genannt Lenin“

Hier mal die einzelnden Tafeln des zivilen Reliefs.

ЭЛЕКТРОЭНЕРГИА – STROM

НЕФТЬ – ÖL

ГАЗ – GAS

УГОЛЬ – KOHLE

ПРОКАТ – STAHLVERARBEITUNG

САХАРНОЙ СВЕКЛЫ – ZUCKERRÜBEN

ЗЕРНО – KORN

МЯСО – FLEISCH

МОЛОКО – Milch

МИНЕРАЛЬНОЕ УДОБРЕНИЕ – MINERALDÜNGER

ХЛОПОК – BAUMWOLLE

Gallerie Rechte Seite

Gallerie Linke Seite, das letzte Bild wurde freundlicher Weise von Robert zur Verfügung gestellt, danke dafür. Da ist noch kein Strauch davor und das Leninzitat besser zu lesen.
Auf der Durchreise haben wir im April 2023 noch ein paar Bilder machen könnnen, ohne Bewuchs.

Die russische Sauna

In jeder GSSD Kaserne findet sich mindestens eine Sauna.
Meistens ist dort aber schon randaliert worden oder Teile wurden entwendet. Diese hier ist fast noch im Original vorhanden. Eine Deckenlampe fehlt zwar, aber hier sieht man mit wie viel Liebe zum Detail sich ein Kleinod geschaffen wurde. Da die Sauna in einem Keller gebaut wurde, herrscht hier absolute Dunkelheit.
Die beiden Aufenthaltsräume wurden jeweils mit einem Kamin ausgestattet, die Decke und die Wände sind mit kleinen Mosaiksteinchen und Glasscherben gestaltet. Dazu kommen noch aufwendige Wandmalereien. Diese sind auch rund um das Tauchbecken zu finden. Nur der Zahn der Zeit ließ die Bilder altern. Die Türgriffe waren aus Baumwurzeln, sogar ein Tisch stand hier noch.

Das GSSD Schwimmbad

Mitten im Wald finden wir dieses kleine Schwimmbad. In der Nähe gab es einmal eine GSSD Kaserne. Erbaut wurde es 1974 und war fortan sehr beliebt bei den Militärangehörigen. Heute sind keinerlei Zufahrten mehr zu erkennen. Das Becken hat die Abmaße von 25m x 10m und es ist noch komplett mit Wasser gefüllt. Der Sprungturm ist auch noch recht gut erhalten.  Sogar ein kleiner Kescher, nach russischer Bauart, liegt am Beckenrand.

Panzerkaserne

Diese Kaserne wurde ab 1933 errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg nutze die Rote Armee das Gelände bis 1993. Jetzt sind hier nur noch die großen Wohnblöcke übrig geblieben. Teile davon wurden schon renoviert und werden als Schule genutzt. Aber viele Häuser fristen einen Dornröschenschlaf und sind leider auch gut gesichert. In ein paar kamen wir aber hinein, innen nicht viel Sehenswertes. Es gab sicher einmal ein Zeit ohne Sicherung, in der dort viel heraus geholt wurde. Wir fanden noch einige Wandbilder und der Keller voller Wasser waren die Höhepunkte.
Bisherige Versuche Teile zu verkaufen scheiterten, auch eine Umnutzung für Flüchtlinge wurde nicht realisiert.

Friedhof der Jagdflieger

Diese Jagdflugzeuge russischer Bauart stehen auf einem Flugplatz als kleines Museum. Neben den 3 hier gezeigten existieren noch 2 weitere die aber nicht auf dem Flugfeld stehen.

Die beiden MiG waren früher zu Schulzwecken eingesetzt, einmal eine MiG21-21U-400 als Schuldoppelsitzer und eine MiG-U-600 als Trainer. Genutzt wurden diese früher in der NVA und dem Nachfolger, die Bundeswehr. Die Suchoi SU-22M-4 ist im Vergleich zu den MiG’s schon eine andere Nummer, alles an ihr wirkt gewaltiger. Das Flugzeug wurde auch als Jagdbomber eingesetzt und war für den Tiefflug ausgelegt.
Das ist schon ein imposanter Anblick wenn man so nach an diesen Waffen ran kommt, fast in „freier Wildbahn“.
Der Flugplatz wurde 1934 als Militärflugplatz erbaut und im 2. Weltkrieg wurden hier Flugzeuge gewartet. Die Sowjets konnten dann damit nichts anfangen und demontierten die Anlagen.

Kremlkaserne

Diese Kaserne wurde von der GSSD auf dem Gebiet der ehemaligen DDR errichtet. Hier wurden keine alten Deutschen Bauten erweitert sondern neu gebaut. Stationiert war hier eine Raketenbrigade mit einigen anderen Truppenteilen die zum Beispiel für die Versorgung zuständig waren.

Wasserturm der Kaserne

Dieser knapp 40 Meter hohe Wasserturm diente zu aktiven Zeiten der Versorgung der Kaserne in diesem Gebiet. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und war bis Ende der 1980er Jahre in Betrieb. Ein neues Wasserwerk machte ihn überflüssig. Der Turm steht unter Denkmalschutz und der Aufstieg ist schon mit etwas Anstrengung verbunden aber man hat danach einen sensationellen Blick über das Gelände.

Der Unterwasserkeller

Die oberirdische Kaserne ist eigentlich nicht mehr so interessant und wird zudem in naher Zukunft einer Wohnbebauung zugeführt.

Dieser Keller steht aber schon seit Jahren Bauchhoch unter Wasser. Jetzt ergab sich die Möglichkeit mit einer entsprechenden Bekleidung diesen zu erkunden…vorsichtig bahnen wir uns den Weg durch das Wasser und dem Müll auf dem Boden.

Wir finden einen Schulungsraum für Panzerfahrer, Modelle eines Geschützturms und von Motoren stehen hier im Wasser und rosten vor sich hin. Eine kleine Werkstatt und viele andere Dinge sind auch noch hier verblieben.
Auf dem Wasser schwimmen, Glühlampen, Getränkeflaschen und Kanister herum.
Die Lichtverhältnisse waren hier sehr schwierig und wir versuchten die Räume so gut es geht auszuleuchten.

Insgesamt war das hier ein Megaabenteuer.