Archiv der Kategorie: Verkehr

Schienenfriedhof

Hier verfällt ein vergessenes Kapitel der schwedischen Eisenbahngeschichte.
Entlang eines ehemals vitalen Streckennetzes liegt das Areal das einst als wichtiger Knotenpunkt für den Güter- und Personenverkehr diente. Nach der Einstellung des regulären Betriebs im späten 20. Jahrhundert übernahm ein Museumsverein das Gelände samt der verbliebenen Infrastruktur. Doch mit dem schleichenden Rückzug des Vereins überließ man einen Großteil des rollenden Materials dem Verfall. Mehrere Rangier- und Streckendiesellokomotiven stehen verwaist auf den Gleisen. Die Motoren – teils robuste V8-Diesellate – sind massiv ausgeschlachtet, Armaturenbrett und Bedienelemente wurden größtenteils durch Vandalismus oder Souvenirjäger zerstört.

Mehrere Holz- und Stahlwaggons der schmalspurigen Bauart 891 mm rotten langsam im feuchten Waldklima vor sich hin. Die charakteristischen Holzverkleidungen spalten ab, und die Dächer sind großflächig durchgerostet. Die Handweichen sind fest gerostet, während das dichte Unterholz die Schwellen und den Schotteroberbau schrittweise überwuchert.

Rostige Veteranen

Mitten in einem feuchten skandinavischen Nadelwald verfällt eine der faszinierendsten Karosserie-Ansammlungen Europas. Ursprünglich als Arbeitsstätte für den Torfabbau und später als illegaler Verwertungsbetrieb etabliert, entwickelte sich das Areal im Moor über die Jahrzehnte zu einem freiliegenden Freilichtmuseum. Anstatt das Areal zu räumen, hat die zuständige Kommunalverwaltung entschieden, das Gelände sich selbst zu überlassen. Bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts gilt das Areal als geschütztes Kulturdenkmal, in dem der natürliche Verfallprozess ungestört dokumentiert werden darf. Hier stehen rund 100 bis 150 Fahrzeugwracks sowie Maschinenreste. Dazu gehören klassische Limousinen und Kleinwagen der Vor- und Nachkriegsära, europäische sowie US-amerikanische Straßenkreuzer. Reste von Nutzkraftwagen, Transportern, Omnibussen und Landmaschinen.

Zugdepot

An diesem Lost Place sind wir deutlich zu spät. Es hat gebrannt, die Red Star Lok ist nicht mehr da, der verbliebene Rest ist beschmiert. Zudem ist es furchtbar sonnig und zugewachsen, so das fotografieren schwierig ist und keine richtige Stimmung aufkommt.
Der Zugang war nicht so einfach, da das Gelände noch genutzt wird.

Autoverwertung

Dieses Unternehmen war auf das recyceln von Autos ausgelegt. Der Schwerpunkt lag im Ankauf und der Verwertung von Altfahrzeugen. Aber auch Gebrauchtwagen waren hier im Angebot, wie ein Verkaufsschild in einem der Fahrzeuge zeigt.
Wann der Betrieb hier eingestellt wurde wissen wir nicht, aber scheinbar sind die Autos hier schon eine Weile dem Vandalismus ausgesetzt. Es wurden auch schon einige Teile aus den Fahrzeugen entnommen, ob das in Betriebszeiten passiert ist, lässt sich nicht genau sagen, aber es scheint das sich hier „bedient“ wurde.

Seilbahnen von Chiatura

Tief in einer zerklüfteten Bergschlucht gelegen, entwickelte sich die Siedlung durch immense Vorkommen von Mangan- und Eisenerz rasant zu einem industriellen Epizentrum. Um die Jahrhundertwende stammte ein gewaltiger Teil des weltweiten Manganbedarfs aus dieser Region. Die Topografie stellte die Planer jedoch vor logistische Probleme: Die Arbeiter mussten täglich unter enormem Zeitaufwand die steilen Klippen zu den Minen hinaufklettern.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde daher unter sowjetischer Führung ein revolutionäres Infrastrukturprojekt realisiert. Um die Produktivität drastisch zu steigern, wurde ein dichtes, öffentliches Transportnetzwerk aus Personen- und Materialseilbahnen direkt in die Felsen geschlagen – das erste seiner Art im gesamten Staatsgebiet. Es verband das Talbecken direkt mit den Wohngebieten und Mineneingängen auf den Plateaus.
Zu Spitzenzeiten existierten über 20 eigenständige Personenseilbahnen und mehr als 50 Materialseilbahnen in und um die Stadt. Das System beinhaltet einige der steilsten Pendelbahnen der Welt. Eine der bekanntesten Linien überwindet die Klippen mit einer extremen Steigung von bis zu 48 Grad. Die historischen Kabinen – aufgrund ihrer engen, fensterlosen Bauweise aus genietetem Stahlblech oft als „schwebende Metallsärge“ tituliert – boten Platz für lediglich 4 bis 6 Personen. Die Stationen sind architektonische Zeitkapseln und spalten sich stilistisch in monumentalen Sozialistischen Realismus mit Mosaiken und Säulen sowie in späteren, kantigen Brutalismus und Modernismus aus Sichtbeton.

Mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Staates Ende des 20. Jahrhunderts kollabierte auch die lokale Industrie. Viele Minen schlossen, die Einwohnerzahl halbierte sich und für die Wartung der Infrastruktur fehlten die Mittel. Dennoch liefen einige der originalen Bahnen aus den 1950er-Jahren fast sechzig Jahre lang ohne nennenswerte Modernisierung weiter – betrieben von lokalen „Gondeldamen“, die die marode Technik händisch steuerten.

Aufgrund massiver Sicherheitsmängel und fortgeschrittener Korrosion wurde der Betrieb der historischen Linien vor wenigen Jahren endgültig eingestellt. Rostige, gelbe und blaue Blechkisten hingen leblos über dem Abgrund; verlassene Betonstationen verwitterten im dichten Grün der Hänge.

Die Ära des Verfalls wandelt sich. Vor kurzem ging ein komplett neues, modernes Seilbahnnetz mit französischer Technologie in Betrieb, das die alten Routen ersetzt. Die geschichtsträchtigsten Ruinen der Ur-Bahnen wurden mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt. Während einige Stationen für immer verloren sind, werden ausgewählte historische Linien aktuell aufwendig saniert, um sie als lebendige Technikdenkmäler für die Nachwelt zu erhalten.

 

 

 

Junkyard of old cars

An dieser Fernstraße, welche durch ein wunderschönes Tal führt, finden wir diesen Autofriedhof. Hier hat ein privater Sammler viele ehemalige Karossen der Sowjetunion gehortet und versucht jetzt damit ein paar GEL zu verdienen. Da ihm der Platz ausgegangen ist stehen auch einige an der Straße und übereinander.

Bahnwerk

Das Bahnwerk war das Herzstück der Eisenbahnlinie, die 1900 eröffnet wurde. Da das Werk geografisch in der Mitte der Strecke lag, bot sich der Standort ideal für die Wartung an. Hier wurden Instandhaltungsarbeiten von Dampflokomotiven, später Dieseltriebwagen und Waggons durchgeführt.

Der Lokschuppen war ausgestattet mit Schmiede, Schlosserei und Gruben für die Unterseite der Fahrzeuge. Wie viele Nebenbahnen litt auch diese Strecke unter dem Strukturwandel. Bereits in den 1960er und 70er Jahren verlor die Strecke an Bedeutung. Mit der schrittweisen Stilllegung der Strecke, besonders nach Schäden an einer Brücke, verlor das Bahnwerk seine Funktion. Teile des Geländes sind verfallen, Schienen sind überwuchert und wurden sogar entfernt, und die Natur erobert sich die Industriebauten zurück. Es gab und gibt immer wieder Bestrebungen von Vereinen, Fahrzeuge zu erhalten oder das Gelände museal zu nutzen.

Abenteuerzug

Dieses Gleis führte einmal zu einem Zementwerk, welches aber schon viele Jahre nicht mehr in Betrieb ist. Dann wurden hier Draisinenfahrten angeboten, bei unserem Besuch war aber hiervon nichts zu sehen. Auch gibt es keine Einträge in den einschlägigen Quellen. Scheinbar sollte der Abenteuerzug hier auch als Unterkunft umgebaut werden, dies ist aber in den Anfängen stecken geblieben. Weiter alte Eisenbahnwaggons warten hier auch auf ein Rettung die aber wahrscheinlich ausbleiben wird, mittlerweile holt sich die Natur diese zurück, was ein kleiner Baum schon erfolgreich getan hat.

 

RAW Helmut Scholz

Das Dampflokwerk Meinigen, war früher eines unter vielen der deutschen Ausbesserungswerken ist das Dampflokwerk Meiningen, früher RAW „Helmut Scholz“.
Heute das einzige Werk in Deutschland, in Dampflokomotiven ausgebessert, in Einzelfällen sogar neu gebaut werden. Doch nicht nur Dampfloks, auch moderne Schneeräumtechnik, Reisezugwagen und auch museale Dieselloks- und Triebwagen werden hier betreut.
Wir konnten hier an einer 2 stündigen und fachkundigen Führung teilnehmen.

 

Autohalle

Zuletzt hatte sich in dieser Halle ein Autohändler angesiedelt. Er verkaufte gebrauchte Autos und sicherlich auch Ersatzteile, war hier viele Fahrzeuge stehen die ausgeschlachtet worden sind. Wir finden hier viele englische Modelle der Marke Morris Oxford . Leider sind alle in sehr schlechtem Zustand, nach dem Verwerten und dem Aus des Autohändlers sind dann hier die Diebe und Vandalen durchgezogen und ließen die 100 m lange Halle in diesem zustand zurück.
Es gab auch einmal einen Gleisanschluss, der heute aber nicht mehr existiert. In dieser Fabrik wurden vorher wahrscheinlich Rohre gefertigt die zum Teil auch in Bohrtürmen und in der Erdölindustrie zum Einsatz kamen. Der Autohändler ist dann hier in den 1970er Jahren eingezogen.