Militärareal im Wald

Die Geschichte dieses Militärkomplexes beginnt mit der deutschen Wiederaufrüstung vor dem 2. Weltkrieg. In der Nähe eines Truppenübungsplatzes ensteht dieses Waldlager. Mehrere militärische Nutzer quartierten sich hier ein.
Nach dem Krieg wurde es kurzzeitig von der sowjetischen Besatzungsmacht als Sammellager von Personen, die in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden sollten, genutzt.
Danach sollten hier politische Eliten der neu gegründeten DDR ausgebildet werden und die vorhandenen Bauten waren dafür geeignet.
Als dann Anfang der 1950er Jahre dieses Akademie umzog, nutzte die GSSD wieder das Gelände bis zu ihrem Abzug.

Da das Gelände sehr groß ist, wurde es noch einmal besucht.

So langsam entwickelt sich zu meinen Lieblingsobjekten…immer wieder kann man neues entdecken. Hier Teil 3 der Serie:

…und noch nicht Schluß, Besuch 4 folgte. Im hinteren Teil sind Abrissarbeiten zu sehen gewesen. Teile die bei anderen Besuchen zu sehen waren, sind leider schon weg.
Die Römischen Zahlen XXIII sind „Auferstanden“, aber so sieht es auch viel besser aus. Da hat sich jemand viel Arbeit mit gemacht.
Auch ein paar neue Wandbilder konnten wir finden.
Wir kommen wieder….

Bei einer Tour mit RELOADIAK entstand dieses Video, das wir euch nicht vorenthalten möchten. Tolle Bilder und mal was bewegtes aus dieser Kaserne.

Dabei wurden natürlich auch ein paar Bilder gemacht, da wir die bekannten Spots abgegangen sind, leider nicht mehr viel neues.

Wieder mal ein Besuch, diesmal im Winter. Ziel waren die zuletzt immer ausgelassenen Wohnhäuser und deren Dachböden. Hier wurden ja oft von den Soldaten Sportgelegenheiten eingerichtet.
Leider ein kurzer Besuch, da es doch sehr schnell dunkel wurde.

Was soll man noch sagen, weitere Häuser waren noch zu erkunden, der Abriss geht mittlerweile weiter….

Wir trafen uns dort mit einem Urbexer aus einem benachbarten Bundesland. Den Rest des Tages zogen wir gemeinsam durch die Häuser. Diesmal fast nur Bilder mit einem 100-400mm Objektiv.

Zum Abschluss dieser Dokumentation fehlten eigentlich nur noch Drohnenbilder, hier sind sie. 07-2020 es kamen noch ein paar Drohenbilder hinzu.

Auf einem bereits abgerissenen Kaserneteil wurde dieser Zierbrunnen stehen gelassen.

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…und wieder mal waren wir hier, es hat sich auch was in Sachen Sicherung getan. Einige Gebäude wurden verschraubt und auch teilweise wieder aufgebrochen. Auch mein Lieblingsdachboden verändert sich ständig, die Gasmasken wurden fotogen platziert.

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Ein weiteres Drohnevideo wurde gedreht.

07-2020
Neben den Drohenaufnahmen fotografierten wir noch andere Bereiche. Hier besonders 2 Sturmbahnen und am Ende der Galerie 4 Vergleiche Früher und Heute.

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Der Schnee im Winter 2021 sollte bei dieser Erkundung eine sensationelle Stimmung abgeben, fast schon etwas friedliches.

07-2021
Ein weiteres Video von dort

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Wir unternahmen eine Wanderung im Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes der Liegenschaft. Dabei kamen wir auch am Rande der Kaserne vorbei, wo in der Ecke ein typischer Wachturm zu finden ist.
Im Wald fanden wir Gebäudereste einer Schießbahn und eines Beobachtungsturms russischer Bauart.

 

Sonnenobservatorium

Hier wurden einmal die von der Sonne ausgehende Radiostrahlung beobachtet. Die Anlage wurde, als Außenstelle eines Instituts, Mitte der 1950er Jahre errichtet und bis 2007 betrieben.
Sie bestand aus 4 Parabolspiegel-Antennen, von denen 3 die Bahn der Sonne verfolgten. Die vierte war zur Reserve. Die Spiegel hatten bis zu 10,5 m Durchmesser, ausgewertet wurde das alles im Messhaus nebenan.
Das Observatorium hat in der Zeit Beobachtungsdaten geliefert, mit denen wertvolle und anerkannte Beiträge zur Physik der Vorgänge der Sonnenkorona erarbeitet wurden.
Die Anlage befindet sich scheinbar im Rückbau, wie wir hoffen und ist nicht Opfer von Schrott und Kabeldieben geworden.

Ein neuer Besuch brachte Gewissheit, die Anlage ist verschrottet worden. Ein Bericht darüber ist auch bei http://www.rottenplaces.de zu lesen, bebildert von uns.

Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) hat sein Observatorium in der Außenstelle Tremsdorf aus Kostengründen aufgegeben. Die Antennen wurden demontiert und verschrottet. Wichtige Messgeräte wurden zum Stammsitz in Babelsberg verbracht. Das AIP verweist zur Begründung dieses Schritts auf die vor fünf Jahren neu aufgebaute Außenstelle in Potsdam-Bornim, die mit dem vom Bund finanzierten, hochmodernen Instrumentarium “Lofar” ausgerüstet wurde und leistungstärker als die Anlage in Tremsdorf ist. Dennoch hatte man lange auf den Erhalt des Standortes in Tremsdorf gehofft. 2011 wurden erste Abwicklungspläne bekannt, über die Jahre wurde der Druck von Land und Bund zu groß, die das Projekt maßgeblich mitfinanzierten.

Die Antennen des Observatoriums gehörten zu den stärksten ihrer Art. Als vor Jahren die Sonnenaktivität die schwächste war, die je registriert wurde, konnte man mit der Tremsdorfer Technik dieses Pänomen beobachten und die Daten auswerten. Das Observatorium für Solare Radioastronomie (OSRA) nahm das Radioteleskop-Observatorium, das zum Forschungsbereich Solare Radiophysik des Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) gehörte, 1954 in Betrieb. Diese Art der Sonnenbeobachtung ist in Deutschland einzigartig. Die beobachtete Radiostrahlung stammt aus der Korona unserer Sonne. In einer Ost-West ausgerichteten Linie waren 4 Parabolspiegel-Antennen platziert. Drei davon folgten rechnergesteuert normlerweise der täglichen Bahn der Sonne, ein vierter wurde in Reserve vorgehalten und schaute zum Zenit. Der größte Parabolspiegel der Antennenzeile besaß einen Durchmesser von 10,5 Metern.

Die Antennen wurden dabei der Sonne durch Antriebe nachgeführt und empfingen die von ihr kommenden Radiosignale. Die Antennen wurden seit der Entstehung des OSRA immer wieder aufgerüstet. Die Antennen standen seit 2007 in Parkposition, nachdem der Beobachtungsbetrieb eingestellt war. Zu DDR-Zeiten arbeiteten hier 21 Personen, erst 1994 funktonierte die Außenstelle vollautomatisch.
Quelle: www.rottenplaces.de

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Ausgeplanscht im Erlebnisbad

Ein heißer Sommertag, wir wollten uns abkühlen und fuhren ins Erlebnisbad. Der Parkplatz war überraschender Weise sehr leer, der Eintritt frei … hm warum nur? Die Geschichte dahinter:

Nach der Wende waren die normalen Schwimmhallen nicht mehr gut genug, es mussten Erlebnisbäder, Spaßbäder, Thermalbäder o.ä. her. Dieses hier ist eines der ersten die gebaut wurden, nicht nur für die Einheimischen, sondern um auch Touristen anzulocken.
Mehrere Schwimmbecken, Wasserrutsche, Wildwasserkanal, Außenbecken und einen Saunabereich gab es.
Doch der ersten Euphorie folgte die Ernüchterung. Das Bad wurde nie rentabel, mehrere kurzzeitige Schließungen folgten, unter anderem wegen nicht bezahlter Stromrechnungen. Die Stadt verkaufte das Erlebnisbad für 1 Mark. Aber auch der neue Eigentümer konnte diese Wohlfühloase nicht retten. Jetzt sind dort alle Metallteile verkauft und die Kabel fehlen. Vandalen haben sich dort auch schon ausgetobt. Das Kellergeschoss steht unter Wasser. So ist das Bad nicht mehr zu retten!

Ein weiterer Besuch im Juni 2015 – hier wurde man dann auch noch unfreundlich des Geländes verwiesen 😉

04-2024
Der Plan das Bad mal mit der Drohne abzulichten konnte jetzt endlich umgesetzt werden. Der Rest des Bades ist vollständig zerstört und alle Flächen beschmiert. Auch während unseres kurzen Besuchs tauchten viele Besucher auf die dort umher stromerten.

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Proviantamt und Heeresbäckerei

Dieser frühere Kasernenkomplex ist ab 1895 entstanden. Nach 1945 nutzte die Westgruppe der Sowjetarmee Teile des Areals. Wir konnten das Proviantamt erkunden, bis uns ein Gewitter zum Auto zurück trieb. Schade, denn große Teile des Geländes blieben dadurch unerforscht.

Da das Gelände Stück für Stück saniert wird, stand nun bald ein erneuter Besuch an. Jetzt erfuhren wir, was wir damals alles verpasst hatten. Hier die Eindrücke.

Sonderwaffenlager Linda

Hier lagerten einmal nukleare Gefechtsköpfe der GSSD.  Das Lager wurde Ende der 1960er Jahre errichtet und umfasst 2 baugleiche Lagerbunker. Die dazu gehörende Kaserne wird nachgenutzt und ist wenig sehenswert. Etliche Gebäude sind bereits auch schon abgerissen.
Bis zu 160 Gefechtsköpfe konnten hier aufbewahrt werden und sollten im Bedarfsfall an die NVA übergeben werden. Auf dem Gebiet der DDR gab es noch eine zweite  Anlage, gleicher Bauart. 1990 erfolgte die Räumung der Bunker.

Hier der andere Bunker auf dem Gebiet der DDR.

09-2022
Im Rahmen einer offiziellen Besichtigung konnten wir die Anlage jetzt noch einmal in Ruhe erkunden, aber das fotografieren war schwieriger. Zugänglich war nur einer der beiden Bunker. Der andere soll angeblich zu vandaliert sein. Highlight war dann noch die Sauna mit ihren schönen Wandbildern, auch in der Sporthalle konnte man noch alte Zeichnungen, aber in sehr schlechtem Zustand sehen.

Das Geräusch der sich öffnenden und schließenden Schiebetüren der Lagerhallen.

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Kirche am Pflegeheim

Eine kleine Kirche in der Nähe eines Pflegeheims, das vor einigen Jahren geschlossen wurde. Im Keller findet man noch Reste einer Thanatopraxie.

Bei einem erneuten Besuch konnten man einige kleine Veränderungen und auch neue Sachen entdecken. Da dieses kleine Haus neuerdings von der „Urbexszene“ für sich entdeckt wurde, stellte man auch hier ein paar Sachen fürs „gute“ Bild ins rechte Licht. Wer genau hinschaut wird das auf den Bildern sehen.

Und noch ein paar Bilder aus 2019 mit kleiner Brennweite und Lichtstrahlen. Sowie 2021, das sind die letzten 3 Bilder der Galerie. Die Grabsteine wurden mittlerweile entfernt und gesammelt gelagert. Auch mußten wir warten, weil Geisterjäger dort ihre Messgeräte aufgebaut hatten. Ein skuriller Anblick.

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Ferienlager am See

Idyllisch am See liegt dieses ehemalige Hotel im Norden Brandenburgs.
Leider ist über die Vergangenheit des Hauses nicht viel bekannt.

Einst wurde es als DDR Jugendtouristhotel H. M. genutzt. Nach der Wende erfolgte dann eine Weiternutzung als Hotel- und Restaurantbetrieb. Im Jahr 2000 war dann endgültig Schluss..
Seit dieser Zeit steht das Hauptgebäude leer (ein Fachwerkhaus nebenan ist deutlich älter und wurde früher als Verwaltungsgebäude des Reichsarbeitlagers genutzt).
Bis auf wenige Details ist das Hauptgebäude innen komplett zerstört worden.

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Papierfabrik Waldstadt

Die Grundmauern dieser Papierfabrik entstanden bereits Mitte des 18. Jahrhunderts (damals noch als Papiermühle).
Mit fortschreitender Industrialisierung hielt auch an diesem Ort die Moderne Einzug. Die Gebäude wurden erweitert und ausgebaut. Somit war Platz für den Fortschritt in Form gigantischer Maschinen. Noch heute kann man sich vorstellen, welche Dimensionen der Komplex einst gehabt haben musste.

Zur Wasserkraft kam Anfang des 20. Jahrhunderts der Strom hinzu und so konnte vollautomatisch produziert werden. Siemens übernahm das Werk noch weit vor dem 1. Weltkrieg. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Werk in einen VEB umgewandelt und man konzentrierte sich auf die Herstellung von Büttenpapier. Hier wurde lange und erfolgreich produziert.
Das Aus kam einige Jahre nach der Wende.

Noch eine Serie Bilder.

Kulturpalast Odessa

Dieser Kulturpalast wurde in den 1950er Jahren in der DDR im Stile der früheren Kulturhäuser erbaut. Ulbricht selbst eröffnete ihn. Seit der Wende steht der riesige Komplex leer, der einmal einen Theatersaal, einen kleineren Saal, Konferenz- und Tanzsäle, Vortragsräume und eine Bibliothek mit Leben erfüllte.

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Sanatorium Schwarzeck

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dieses Sanatorium gegründet und 1905 um das neue Kurhaus erweitert. Weitere Anbauten folgten in den nächsten Jahren, bis Schwarzeck jene majestätische Form und Größe annahm, welche sie auch heute noch besitzt.
1937 wurde das Gebäude an die Nationalsozialisten verkauft, die darin eine Luftwaffenschule einrichteten. Gegen Kriegsende diente Schwarzeck als Rehabilitationsklinik für Luftwaffenpersonal.
Ab 1947 wurde aus Schwarzeck eine SED-Parteischule in verschiedenen Formen. Im November 1989 wurde der Lehrbetrieb eingestellt. Nach der Wende versuchten sich einige Hoteliers an diesem Standort und gaben 1996 auf. Leider hat der Vandalismus dort verheerende Ausmaße angenommen, was wir vorfanden war nur noch Zerstörung und Müll. Wie so oft an solchen Orten kein schöner Anblick.

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