1898 wurde mit Unterstützung der Großherzoglichen Familie in Weimar die damals vorbildliche Sophienheilstätte für Schwindsüchtige errichtet. Unter ihrem Chefarzt Adolf Tegtmeier wurde sie in den 1930er Jahren modernisiert. Als nach dem 2. Weltkrieg eine Umwandlung in ein sowjetisches Seuchenlazarett geplant war, konnte der Chefarzt das abwenden. Nach dem Neubau des Zentralklinikums diente die Sophienklinik als dessen Abteilung für Urologie und Orthopädie. Seit 1994 steht das architektonisch wertvolle Gebäude leer.
Archiv für das Jahr: 2014
Bahnstromwerk
Ein von der Bahn aufgegebenes Stromwerk. Die Stromversorgung der Oberleitung, wurde wegen eines Neubaus an anderer Stelle zurück gebaut. Die vorher dezentrale Einspeisung der Fahrleitung wurde nach und nach modernisiert und so sind viele dieser kleineren Bahnstromwerke verschwunden.
Die Reste hier sind Hallen für Schienenfahrzeuge und LKW, sowie Gebäude der ehemaligen Werkstätten. Einige Gebäude werden neuerdings zivil genutzt.
FDGB Ferienheim
Früher ein Ferienheim des FDGB, wurde es später als Wohnunterkunft für Arbeiter genutzt. Die Schließung erfolgte 2000, es gibt noch sehr viele DDR Relikte zu sehen. Kaum Zerstörung oder Beschmierungen sind hier zu finden. Ein tolles Objekt!
Brotfabrik
Die Geschichte dieser Brotfabrik beginnt im Jahr 1941 unter der Herrschaft der SS.
An diesem Standort wurden täglich viele tausende Brotlaibe und Brötchen von Häftlingen für Häftlinge produziert.
Versorgt werden sollte u.a. das nahegelegene Klinkerwerk in welchem Häftlinge für die Rüstung bis zur Erschöpfung arbeiten mussten.
Doch glücklicherweise endete der Krieg wenige Jahre später und die Brotfabrik wurde um 1950 in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) umgewandelt.
1991 verstummte dann das geschäftige Treiben. Das gesamte Gelände steht heute unter Denkmalschutz.
Bilder von einem erneuten Besuch im Juni 2014
Keksfabrik
Erbaut wurde diese Fabrik um 1933. Bis zur Schließung 2003 wurden hier Kekse und zuletzt Zwieback produziert.
Als Besonderheit steht verlassen auf dem Bahngleis des Werkes ein alter DR-Doppelstockzug der DDR inklusive einer Lok.
Motor Technica Museum
Dieses Museum war ein privat geführtes Automobil- und Luftfahrt-Museum. Es wurde 1973 gegründet und 2007 für Renovierungsarbeiten geschlossen und nie wieder eröffnet. Das Museumsgelände besteht aus mehreren Ausstellungshallen und einem Außenbereich. Der Außenbereich besteht aus wahllos zusammengeführter Militaria aus ehemaligen Ostblockbeständen.
Die Ausstellungsstücke im Außenbereich und an der Straße sind teilweise frei zugänglich oder können aus geringer Entfernung betrachtet werden. Die im Freien ausgestellten Fahrzeuge und Fluggeräte sind der Witterung ausgesetzt. Vorhanden sind u.a. ein „Luftbildflugzeug“ aus den 1930er Jahren, Militaria (MIG 21, Hubschrauber, Panzer), ein Londoner Doppeldeckerbus und alte Schienenfahrzeuge.
Die Automobilschau in den Hallen umfasste ca. 100 Fahrzeuge von den Anfängen bis zu Kleinfahrzeugen der 1950er/60er Jahre und ist leider nicht mehr zu besichtigen.
08-2017
Als wir hier auf der Durchreise waren, schauten wir nach was aus dem Museum geworden ist. Der Außenbereich hat sich verändert. Der Hubschrauber fehlt und einige Fahrzeuge.
Alles immer noch gut gesichert mit Natodraht.
Kaserne Roter Stern
Der Bau des zweiteiligen Kasernenkomplexes wurde bis 1939 – 40 realisiert. Hier wird der südliche Komplex dokumentiert, der das Infanterie-Lehrregiment beherbergte. Noch weiter südlich der Kasernen befanden sich die Garagen- und Fahrzeughallen und die Zufahrten ins nahe gelegene Übungsgelände.
Nach der Übernahme durch die sowjetischen Streitkräfte im Mai 1945 wurde an dem Komplex baulich kaum etwas verändert. Nur vereinzelte kleine Neubauten wurden hinzu gefügt. Die Sowjetarmee nutzte das Ensemble mit hoher personeller Auslastung bis 1991.
Der bauliche Zustand der Anlage war nach Abzug der sowjetischen Truppen noch so gut, dass Überlegungen getroffen worden waren, den Komplex für die Bundeswehr nutzbar zu machen. Dazu wurden die Dächer der Kasernen gesichert und 1995 neu gedeckt. Auf Grund der hohen Kontaminierung des Geländes und den für die notwendige Beräumung enormen Kosten, wurden diese Pläne aber wieder aufgegeben. Seit der darauf folgenden Entkernung und Abriegelung der Anlage 1998 steht diese leer.
Da die Kaserne zum Verkauf steht und große Teile abgerissen werden sollen, schauten wir auch hier noch einmal vorbei. Leider wurde hier auch sehr viel beschmiert und zerstört, der Löwe fehlt. Er soll wohl zum Schutz eingelagert worden sein.
Haus des Deutschen
In einem österreichischen Wintersportort lebte in einem kleinem Haus ein Deutscher. Als er starb, wollte wohl keiner dieses Haus haben. Es steht jetzt schon einige Jahre leer.
Truppenübungsplatz Jüterbog
Die militärische Nutzung des Gebietes begann schon 1832, als die Garnison Jüterbog aufgebaut wurde. Es begann mit 55 ha auf denen ein Artillerieschießplatz, ab 1864 gegründet wurde. Dieser wurde immer mehr erweitert und hatte 1891 schon eine Größe von 3.315 ha.
Bis 1914 dehnte sich das Gebiet noch auf rund 5.000 ha aus. Auf Grund des Versailler Vertrages musste dann aber abgerüstet und demontiert werden.
In den Zeiten des Nationalsozialismus wurde der Truppenübungsplatz wieder erweitert und umfasste 11.000 ha. Dafür wurden sogar ganze Ortschaften umgesiedelt. Während des II. Weltkrieges bereiteten sich hier Reserveeinheiten auf die Front vor. Munitions- und Waffentechnik wurden erprobt, Panzer- und Artillerie übten hier, sowie Aufklärer der Luftwaffe.
Ab April 1945 übernahmen sowjetische Truppen den Platz und nutzten ihn genauso weiter, für Panzerübungen und als Schießplatz. Großmanöver des Warschauer Pakts fanden hier statt.

Als 1994 die GSSD abzog, öffneten sie damit den Weg zur zivilen Nutzung des Geländes. Nach 160 Jahren militärischer Nutzung sollte das Areal nun zivil genutzt werden. Altlasten wurden beseitigt und es hatte sich in den Jahren eine Vielfalt an Biotopen für Tiere und Pflanzen entwickelt. Deshalb wurde dieses Areal 1999 als Naturschutzgebiet und 2002 als europäisches Schutzgebiet der EU ausgewiesen.
07-2021
Im westlichen Teil des Platzes fanden wir nur Überreste der GSSD Zeit. Am Ende aber noch einen zerstörten Bunker aus der Wehrmachtszeit. Eine schöne Wanderung in abwechsungsreicher Natur mit vielen schönen Funden.
Ein Video der Wanderung.
12-2021
Wieder eine Wanderung auf dem Übungsplatz, diesmal im südlichen Teil. Wir fanden so eine Art Tower auf einer Erhöhung, dieser diente wahrscheinlich zur Beobachtung der Manöver.
Im Jahr 2025 fanden einige Erkundungen des Platzes von uns statt. Die langen Strecken wurden teilweise mit dem Rad zurück gelegt. An den abgelegenen Stellen war das aber kaum noch möglich.
Wir finden viele Bunker aus Wehrmachts- oder Kaiserzeiten aber auch einige Bauten und Hinterlassenschaften der letzten Nutzer der GSSD, vieles bleibt aber unklar.
Was wurde noch genutzt oder diente nur als Ziel, wo wurden Sprengübungen vorgenommen oder was war die frühere Bestimmung. Man taucht eine in eine Gegend die unwirklich aber auch wunderschön erscheint.
Besonders im Winter bei tiefstehender Sonne erscheint es hier heute sehr friedlich, war aber über 100 Jahre lang ein Militärgebiet.
Ein weiteres Video von dort.
2025
Flugplatz Görries
Der Flugplatz wurde im Jahr 1913 errichtet. Hier wurden während des Ersten Weltkriegs die berühmten „Fokker“-Flugzeuge für die deutsche Luftwaffe gefertigt. Das Fokker Flugzeugwerk wurde aber nach dem 1. Weltkrieg geschlossen. Der Flugplatz selbst blieb in den 20er Jahren als Notlandeplatz bestehen und wurde im Jahr 1932 zu einem Flughafen II. Ordnung erweitert, verschiedene Kampfgeschwader waren hier stationiert. Im Mai 1945 erreichten amerikanische Einheiten dieses Gebiet und besetzten Stadt und Flugplatz.
Danach übernahm den die Rote Armee. In das Kasernengelände des Fliegerhorstes zogen sowjetische Armeeeinheiten ein. Das Rollfeld wurde landwirtschaftlich und der technische Bereich industriell und zu Lagerzwecken genutzt. Bis heute wurden die meisten Gebäude des Platzes abgerissen.






















































































































































































































































































































































