Die Ursprünge dieses Tanklagers gehen bis in das 3. Reich zurück, als hier eine Produktionsstätte für Munition erbaut wurde.
Später nutzte die NVA das Gelände als Treibstofflager. Auch ein Labor für Treib- und Schmierstoffe war hier ansässig.
Sonst finden wir kaum Informationen über die Anlage. Wir finden ein Gebäude mit großen Tanks und Hallen mit den Fundamenten für solche. Am besten erhalten ist die Fassreinigungsanlage die uns hier am meisten begeisterte.
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Hörsaalruine
Dieser Hörsaal war ein wesentlicher Bestandteil des 1899 eröffneten Pathologischen Museums. Rudolf Virchow und seine Nachfolger hielten darin ihre Vorlesungen in Allgemeiner und Spezieller Pathologie. Der Raum fasste ursprünglich 250 Sitz- und 50 Stehplätze. Virchows Idee war es, den Studenten gleich nach der Vorlesung die Möglichkeit zu geben, in den angrenzenden Schausälen das soeben Gehörte unter Anleitung oder im Selbststudium direkt an den Präparaten vertiefen zu können. Unmittelbar hinter der Wand zum Museum lag zudem ein Mikroskopiersaal. An rund 10.000 Lehrschnitten sollten die Studenten einen Einblick in die feingewebliche Struktur erkrankter Organe erhalten. Am 12. Oktober 1901 empfing Rudolf Virchow hier zahlreiche Wissenschaftler aus Berlin und aller Welt. Am Vorabend seines 80. Geburtstags stellte er der Fachöffentlichkeit sein Pathologisches Museum mit über 22.000 Präparaten vor. In den Kriegsjahren 1944/45 mehrfach ausgebombt, erhielt der Raum erst zu Ende der 1950er Jahre wieder eine Decke, grob verschalt aus Beton. Neue Fenster wurden eingesetzt. Bis heute ist der einstige Hörsaal eine Ruine. Sie erinnert an die fatalen Konsequenzen des menschenverachtenden „Dritten Reichs“. Zugleich bietet sie einen ungewöhnlichen Ort für Begegnungen aller Art, fachlichen Austausch und eine öffentliche Vermittlung von Medizin und Medizingeschichte.
Heute kann dieser Saal gemietet werden und steht für Veranstaltungen zur Verfügung.
Mälzerei
Die Schultheiss-Mälzerei wurde um 1914–1917 von der damals bedeutenden Schultheiss-Patzenhofer Brauerei AG in Berlin-Schöneberg errichtet. Sie entstand in einer Zeit, als der Bedarf an Malz im Zuge der steigenden Bierproduktion rasant anstieg. Die Anlage sollte die eigene Malzproduktion sicherstellen und Überschüsse für den Verkauf an andere Brauereien erzeugen, weshalb sie als eine der größten Mälzereien Europas galt.
Architekt war Richard Schlüter, der den Industriekomplex im charakteristischen roten Klinkerbau entwarf, der sich harmonisch in die industrielle Architektur Berlins der Kaiserzeit einfügte. Die Mälzerei verfügte u. a. über ein Haupt- und Verwaltungsgebäude, Maschinenhalle, Lagerflächen und einen eigenen Gleisanschluss für die Lieferlogistik.
Die Produktion begann nach verzögerter Eröffnung erst 1926 vollumfänglich, nachdem der Bau 1917 weitgehend abgeschlossen wurde. Nach einem produktiven Einsatzjahrzehnt brachte der Zweite Weltkrieg Schäden und die Demontage von Maschinen durch die sowjetische Besatzung, erst 1950 konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Bis in die 1990er Jahre produzierte die Mälzerei Malz, ehe sie stillgelegt wurde.
Ein prägendes Element des Gebäudes sind die vier großen Darrtürme auf dem Dach, deren drehbare Hauben sich nach der Windrichtung ausrichten, um im Trocknungsprozess der Malzproduktion die Luftzirkulation zu verbessern. Diese Türme sind ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Gebäudes und des Bezirks.
Die interne Produktion folgte damals einem vertikalen Prozess, bei dem das Getreide über mehrere Ebenen gewässert, gekeimt und schließlich getrocknet wurde – eine effiziente industrielle Arbeitsweise für die Zeit.
Nach der Schließung in den 1990er Jahren geriet die Mälzerei zunächst in einen Dornröschenschlaf. Das Gebäudeensemble steht mittlerweile unter Denkmalschutz, und viele der ursprünglichen Industriebauten sowie Einbauten sind weitgehend erhalten geblieben.
Seit 2005 befindet sich die Malzfabrik in privater Hand und wird schrittweise revitalisiert. Die neue Nutzung zielt darauf ab, den Charakter des Ortes zu bewahren und gleichzeitig neue Funktionen zu integrieren.
Wir wurden dort auch erwähnt:
malzfabrik.de/news/urban-exploring-trifft-industriekultur
Bunker des Wachregiments
Die Funktion dieses Bunkers lässt sich nicht recherchieren, heute ist der Bunker geräumt und wurde fast sauber zurück gelassen, ein 2. Teil des Bauwerks ist nicht zugängig und mit einem Gitter versperrt. Unser Zugang wurde geöffnet, was uns in die Karten spielt. Einzig ein entkernter Operatortisch und ein paar Rohrreste wurde zurück gelassen. Zum Glück gibt es hier keinerlei Beschmierungen.
In der Nähe befindet sich ein Stasiobjekt, somit ist klar, das die Funktion unmittelbar diesem Standort diente.
NVA Bunker
Dieser Bunker war während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik Teil eines militärischen Komplexes der Nationalen Volksarmee (NVA) bzw. des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV). Diese Anlage war Teil des Netzwerks von Führungs- und Nachrichtenstellen der NVA im Kalten Krieg.
Die Anlage war nicht einfach ein einzelner Bunker, sondern ein Komplex aus verschiedenen Bunkern und Stollen, die miteinander verbunden waren sowie mehrere Stabs- und Funktionsgebäude.
Die Befestigungs- und Bunkerarbeiten am Standort wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere ab den 1970er Jahren, im Kontext der intensivierten NATO-Warschauer-Pakt-Konfrontation ausgebaut. Der Komplex bestand aus verschiedenen monolithischen Bunkern und Fertigteilbunkern mit einem Tunnelsystem von hundert Metern Länge, mehreren Zugängen und Notausgängen.
Die Anlage diente als rückwärtige Führungsstelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung (Reserveführungsstelle), also einem Ort, der im Krisen- oder Kriegsfall die Fortführung von Befehls- und Kontrollfunktionen hätte ermöglichen sollen. Sie war damit Teil des militärischen Bunkernetzwerks, das die NVA zur Kontrolle, Kommunikation und Führung vorbereitet hatte.
Nach dem Fall der Mauer verlor der Standort seine militärische Bedeutung. Viele Teile der oberirdischen Anlage wurden Anfang des 21. Jahrhunderts rückgebaut während der Bunker und unterirdische Strukturen noch als Ruinen im Wald bestehen. Der Spaziergänger ahnt nicht was sich hier noch unter seinen Füßen befindet. Wir mussten lange suchen um einen Eingang zu finden, von denen es am Ende mehrere gibt, nach draußen gelangten wir dann durch eine Klappe mitten im Wald. Beeindruckend waren nicht die Räume in denen sich die Nutzung abspielte, sondern die hundert Meter langen Gänge, mit denen alles verbunden war. Diese Stimmung lässt sich fotografisch nicht rüber bringen.
AFüS der Grenztruppen
Die Ausweichführungsstelle (AFüS) des stellvertretenden Ministers und Chefs der Grenztruppen der DDR war ein unterirdischer Bunkerkomplex im Wald, ein großes System aus Fertigteil- und monolithischen Bunkern, verbunden durch Gangsysteme, das zur Krisenkommunikation diente, aber vermutlich nie vollständig fertiggestellt wurde.
Sie liegt in einem ehemaligen Sperrgebiet nahe dem regulären Sitz des Ministers.
Ein Netzwerk aus rund 40 Fertigteilbunkern (Typ FB-3), fünf monolithischen Bunkern und sechs Raumstollen, die auch als Gänge dienten, mit einer Fläche von ca. 250x100m.
Beherbergte die Funktechnik und spezielle Räume für den Minister, sowie einen Hubschrauberlandeplatz und technische Gebäude. Die Bauweise war einfach gehalten, mit angepassten Gängen und vielen Treppen, was einen geringen Schutzgrad bedeutete.
Viele Bauteile blieben ungenutzt, da die Anlage nie vollständig fertiggestellt wurde. Nach der Wende wurde das Gelände geplündert, für Partys genutzt und später rekultiviert, wobei einige Teile freigelegt wurden. Heute zeugen nur wenige Bauteile im Wald von der Existenz dieses Bunkers, wir mussten lange suchen aber dann gab es einen kleinen Eingang.
Auf den Spuren der GSSD
Im Winter sind wir mit dem Rad an vielen bekannten Stellen vorbei gefahren. Dabei sind diese Bilder entstanden.
Hier die Links zu den kompletten Beiträgen:
Schulungszentrum
Diese abgelegene Abteilung eines VEB war, wie es scheint Schulungszentrum, Lager und Herberge.
An diesem Standort begann der Aufbau des Werkes während des 2. Weltkrieges und später dann die Umwandlung in einen VEB, nachdem die Anlagen einige Jahre brach lag. Über den Inhalt der Produktion können wir nichts berichten, sonst wäre das Werk schnell zu finden. Kurz vor der politischen Wende erfolgten noch große Modernisierungsarbeiten. Danach schrumpfte die Belegschaft sehr aber irgendwann stabilisierte sich die Mitarbeiterzahl und soll künftig 3-stellig ausgebaut werden.
Diese besuchten Gebäude aber sind nicht mehr Bestandteil der aktuellen Produktionsanlagen.
Bunker 301
Dieser Funkbunker 301 mit dem Tarnnamen „Tushurka“ ist einer von Dreien auf dem Gebiet der DDR und war Bestandteil des Troposphären Systems des Warschauer Pakts.
Das System diente der Aufrechterhaltung der Kommunikation im Falle eines Atomkriegs. Errichtet Mitte von 1984 bis 1987 Jahre in Schutzklasse D war die Anlage Bestandteil des NVA Nachrichtensystems.
Nach Erstinbetriebnahme erfolgte die Qualifizierung des Personals und 1990 dann die operative Nutzung. Diese hielt durch die politische Wende nicht lange an und im August 1990 wurde der Bunker außer Betrieb genommen und 1992 von der Bundeswehr versiegelt. Eine Nutzung als Asylbewerberheim, Lager und Gewerbeobjekt bis 1999, danach wurde hier durch den Leerstand einiges gestohlen und auch der Vandalismus hinterließ Spuren. 2002 wurde das Gelände und der Bunker verkauft und 2004 dann das Museum eröffnet.



























































































































































































































































































