Archiv der Kategorie: Energie

Energiefabrik Knappenrode

Hier kann man die ehemalige Brikettfabrik Knappenrode besuchen. Seit 1918 wurden hier Briketts aus Rohbraunkohle hergestellt. Die Schließung erfolgte im Jahr 1993. Das Museum eröffnete bald darauf.
Die Maschinen wurden durch Dampf und Elektroenergie angetrieben, deren Versorgung realisierte ein eigenes Kesselhaus, das leider nicht mehr steht.
Die Fabrik galt nach dem Krieg als eine der modernsten Deutschlands. Die Rote Armee hatte aber alle Maschinen nach 1945 ausgebaut und in die Sowjetunion gebracht. Die Löcher in den Wänden sieht man heute noch, weil hier andere Steine die Lücke wieder füllten. Der Wiederaufbau gelang aber schnell und schon 1946 wurde wieder produziert.
Ein ehemaliger Mitarbeiter berichtete aber von teilweise sehr anstrengender Arbeit unter großer Hitze und Dreck. Die Stullen, bei denen teilweise schon die Butter geschmolzen war, wurden an den Maschinen gegessen.
Bei Ausfällen mussten die Arbeiter Schwerstarbeit leisten und die Anlage wieder in Gang zu bringen.
Ein sehr lohnendes Industriemuseum, man kann viel entdecken und es wirklich toll das so etwas noch erhalten bleibt.

 

Brikettfarbik Louise

Diese Brikettfabrik wurde 1882 errichtet, und vollständig nur mit Dampf betrieben. Sie ist die älteste in Europa.
Man stellte schnell fest das die in der Nähe geförderte, stark wasserhaltige Braunkohle , durch das veredeln und Pressen in Briketts viel besser war als die Rohkohle.

Die Kohle wurde mit einer Drahtseilbahn und später mit Loren auf einer Kohlebahn in die Fabrik geschafft.
Als der Schacht und der der Tagebau „Louise“ erschöpft war, kam die Rohkohle mit Zügen aus Lauchhammer und wurde im Kohlebunker gelagert.

Neben der Kohle wurde auch Strom für die Umgebung produziert.
1991 am 18. November um 12:07 Uhr wurden die Maschinen abgestellt und 12:42 Uhr der Stromgenerator.

Zum Glück wurde Louise auch bald darauf ein technisches Denkmal.

Brikettfabrik Louise Webseite

Heizkraftwerk der Bahn

Ein kleines Heizkraftwerk inmitten von Bahnanlagen. Wir verfolgten noch die Rohrleitungen, welche vom Kraftwerk weg liefen. Aber der genau Zweck der Anlage ließ sich nicht erkennen.
Deshalb die Vermutung das es sich früher mal um die Wärmeversorgung der umliegenden Bahnanlagen gehandelt hat.

urbexfaktor-4

 

Kraftwerk

ein Kraftwerk für Fernwärme

Ein Video haben wir auch gedreht:

Hier noch die Bilder vom 2. Besuch, hier warten unzählige Motive.

urbexfaktor-5

Städtische Gasanstalt

Hier wurde 1865 eine städtische Gasanstalt errichtet. Sie hatte die Aufgabe die Stadtbeleuchtung zu ermöglichen. Die Gebäude bestehen aus roten Ziegelbauten in der Industriearchitektur der Jahrhundertwende.

Es gab hier ein Turmhaus, einen Funktionsraum und ein Ofenhaus.

Scheinbar wurde das Objekt später in anderer Weise nachgenutzt, Reste von Getreide lassen auf einen Speicher schließen. Genaueres konnten wir bisher nicht heraus finden.

urbexfaktor-1

Avellis Heizkraftwerk

Das ist ein ehemaliges, privat errichtetes Heizkraftwerk auf Kohlebasis des Tuchfabrikanten Avellis.
Am Tag des offenen Denkmals konnte es besichtigt werden, ein Verein kümmert sich gearde darum. Diesmal ein positives Beispiel der Nachnutzung.

urbexfaktor-1

Maschinenhalle

Diese Maschinenhalle zur Stromproduktion wurde 2014 endgültig still gelegt. Von den  3 Dieselmotoren zum Antrieb der Generatoren, existiert nur noch einer. Erbaut wurde diese Anlage vor über 100 Jahren!
Mal sehen was mit diesem Stück Geschichte passiert, es wäre sehr schade, wenn das einfach verschrottet würde.

urbexfaktor-5

Stahlkoloss

Der Weg – mühsam (im Hochsommer)
Die Motive – unendlich

Dieses Monster aus Stahl steht inmitten von grünen Wiesen und Wäldern. Aus der Ferne gut zu erkennen, ahnt man jedoch nicht, was einen hinter der letzten Biegung erwartet.

Die technischen Daten sind eine Mischung aus Schnecke und Elefant. Mehr als 10 m/min konnten die mächtigen Ketten nicht zurück legen. Dafür rissen die Schaufeln mehr als 100.000 m³ Erde aus der Natur.

Eine – auch heute noch – umstrittene Fördermethode.

Für Urbex ist diese Location sicherlich eine kleine Mutprobe und Herausforderung.
In luftigen Höhen kann einem eine steife Brise entgegen wehen – wir hatten unseren Spaß.  🙂

Am Ende einer Tour statteten wir diesem Giganten aus Stahl einen Wiederholungsbesuch ab, erhofft wurde ein schöner Sonnenuntergangshimmel, belohnt wurden wir mit Regenwolken.
Diesmal versuchten wir einige Details heraus zu arbeiten. Auch bis ganz nach oben ging es wieder, diesmal war es auch warm und windstill.

05-2021
Wir parkten sehr weit weg und liefen über das Feld um dann fest zu stellen, das dort Jahrmarktstimmung herrschte. Viele Jugendliche und Ausflügler waren dort und turnten auf dem Bagger rum. Rcihtiges Lost Place Feeling kam nicht mehr auf. Aber die Abendstimmung dort entschädigte.

Ein Video des Stahlkoloss

urbexfaktor-4

Heizhaus der Chemiebude

Das Heizhaus eines ehemaligen VEB Galvanotechnik. Der Betrieb nebenan war leider etwas stärker gesichert, da kürzlich hier ein Umweltskandal aufgedeckt wurde.

urbexfaktor-2

Kraftwerk Plessa

Das Kraftwerk Plessa ist ein Industriedenkmal in der Gemeinde Plessa und eines der ältesten Braunkohlekraftwerke in Europa, das in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten ist. Das Kraftwerk wurde 1927 durch den Elektrizitätsverband Gröba in Betrieb genommen. In den 1920er und 1930er Jahren gehörte es zu den modernsten Spitzenlastkraftwerken jener Zeit. Nach dem Ende der drei Hauptbauphasen 1942 besaß das Kraftwerk eine Leistung von 54 MW, welche aber nach Reparationsleistungen 1945 auf 34 MW sank. Im April 1992 wurde das Kraftwerk abgeschaltet und vom Netz genommen. Als Erlebnis-Kraftwerk wurde es 1998 unter dem Motto „Kraftwerk im Wandel“ in die Projektliste der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land aufgenommen und sein Abriss verhindert.

Vor kurzem (08-2018) wollten wir an einem freien Tag das Kraftwerk besuchen, aber ein Filmdreh von Pro7 verhinderte das. Deshalb kurz danach der nächste Versuch diesmal mit telefonischer Anmeldung. Ein freundlicher Empfang und eine kurze Führung, dann konnten wir uns ungehindert bewegen. Es hat sich nicht viel verändert hier. In der 2. Galerie versuchen wir mal andere Perspektiven zu zeigen.
Schön zu sehen das dieses Denkmal weiterhin erhalten wird. Ein Besuch ist allen Technik Interessierten zu empfehlen.

Das Kraftwerk wurde vor einiger Zeit an einen Privatperson verkauft, welche Art von Nutzung vorgesehen war ist nicht bekannt. Der Förderverein wurde vor die Tür gesetzt. Kurze Zeit später hatte der Besitzer scheinbar kein Interesse mehr und überließ die Anlage sich selbst. Das zog dann schnell Kupferdiebe und Kriminelle an, die sich daran machten Buntmetalle zu entwenden. Diese „Zeitgenossen“ machten einen riesigen Schaden an den historische Anlagen, eine Reparatur scheint nicht mehr möglich zu sein.
So statteten wir dem Kraftwerk einen 3. Besuch ab, ein paar neue Eindrücke und Drohnenbilder finden sich in der folgenden Galerie.