Archiv der Kategorie: GSSD

Militärstadt im Wald

 

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Diese „Militärstadt“ der GSSD wurde nach dem 2. Weltkrieg errichtet und beherbergte zeitweise 15.000 sowjetische Soldaten. Sie war damit die zweitgrößte Liegenschaft nach Wünsdorf. Neben Panzertruppen, einer Gardearmee und motorisierten Schützentruppen, war hier auch eine Raketenbrigade stationiert und einige Zeit wurden auch Nuklearwaffen gelagert.
Seit dem Abzug der GSSD 1994 liegt das Gelände brach und wird nach und nach durch Renaturierung beseitigt.

04-2020
Auch dieses Gelände besuchten wir in diesem Jahr wieder einmal, ein abgelegener Nuklearwaffenlagerbunker war das erste Ziel. Der Weg hinein war nur über ein enges Loch möglich und wurde nicht genutzt.
Weiter ging es in die schon vor 5 Jahren besuchte Kaserne, in einem Keller der unter Wasser steht, aber ein schönes Relief beherbergt. Eine sehr kalte und feuchte Angelegenheit aber es hat sich gelohnt.
Dann die Ernüchterung bei der weiteren Besichtigung. Alles war hier mit Graffiti bekritzelt und auch schon einiges abgerissen. Wir waren entsetzt über den unnatürlichen Verfall in diesen 5 Jahren und konzentrierten uns auf die 2 Kläranlagen die etwas außerhalb der Kaserne liegen.

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Das ABC des Giftgases

Die Geschichte dieses Standorts beginnt in den 1930er Jahren, als hier eine Fabrik für die Produktion des Giftgases Sarin gebaut wurde. Ende der 50er Jahre erfolgte dann der Umbau zu einer ABC sicheren Kommandozentrale des Warschauer Paktes.

Im Rahmen einer offiziellen Begehung konnten wir noch andere Teile der oberirdischen Anlage sowie den Bunker besichtigen.

Hier ist der Beitrag zum Bunker auf dem Gelände.

Bunker Seewerk

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Gefängnis der GSSD

Ein kleines Militärgefängnis im Niemandsland, an einem Standort der GSSD. Hier gab es sehr schmale klappbare Holzpritschen für ca. 15 Insassen und ein kleines Freigelände.

Im Winter 2018 waren wir nocheinmal hier, es hat sich nicht viel verändert. Aber warum liegt eine Hantel vor der Tür?

Und da wir wieder mal in der Gegend waren und bisher immer recht trübes Wetter war, besuchten wir den Knast mal während die Sonne schien.

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Altes Munitions Lager

Diese Munitionsanstalt entstand schon Ende des 19. Jahrhunderts. Sie diente als Artilleriedepot für den angrenzenden Schießplatz, mit der Erweiterung in den 1930er Jahren wurde sie zur Heeres-Munitionsanstalt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie dann von der GSSD als Artillerie-Munitionslager genutzt. Spätere Nutzungspläne als Museum wurden nicht realisiert. Jetzt drehen sich hier „friedlich“ mehrere Windräder.

Da man auf den Karten des Geländes noch Häuser sehen konnte die wir damals nicht besucht hatten, guckten wir hier 2018 auch noch einmal vorbei. Dabei besuchten wir auch Gebäude vom ersten Besuch.

12-2021
Nach einem mehr oder weniger erfolglosen Urbextag, kamen wir auf die Idee beim Sonnenuntergang dem Munitionslager einen kleinen Besuch abzustatten. Ein herrlicher kalter Wintertag und sehr schönes Licht machte diese Begehung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Eiszapfen an den Durchgängen und Fenstern sieht man hierzulande auch sehr selten. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem der typisch russischen Wachtürmen aus einem Video, der fand sich aber erst später und ist im nächsten Beitrag zu sehen.

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Haus der Tresore

oder auch „Weißes Haus“

Das Objekt wurde 1935 als Stabsgebäude der Deutschen Panzertruppenschule errichtet.
Von 1953 bis 1994 diente es als Stabsgebäude des Oberbefehlshabers der sowjetischen und russischen Truppen in der DDR.
Der Spitzname „Weißes Haus“ (Bijeli Dom) stammt aus der Zeit nach dem Umbau des Gebäudes durch die sowjetischen Truppen, die auch die weißen Säulen am Haupteingang hinzufügten. Nach Aussagen der Bunkerstadt-Gesellschaft ist es das größte Dienstgebäude der früheren Garnison Wünsdorf. Die Hauptfront misst 96 Meter. Das Haus steht seit der Übergabe an die deutsche Verwaltung seit August 1994 leer.
Auffällig war die große Anzahl an Tresoren in den Räumen.

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Der kleine und der große Schießplatz

Der kleine Schießplatz

scheint einmal ein Sportschießplatz gewesen zu sein. Es war alles da, was zum Vergnügung dienen konnte. Auch eine Sauna mit Entspannungsbecken durfte nicht fehlen. Eine Selbstbautoilette und mehrere Bänke für das gemütliche Zusammensein waren vorhanden. Ein gab ein paar kleine Schießbahnen mit Schießscheibenanlagen.

Der große Schießplatz

War einmal ein kaiserlicher Schießplatz. Was genau dort später von den Sowjettruppen gemacht wurde, war schwer zu erraten. Als sich Anfang der 2000er Jahre dort ein Schießplatz ansiedeln wollte, gab es groß angelegte Bürgerproteste und das Projekt wurde fallen gelassen.

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Heeresbekleidungsamt Nebenlager

Dieses Heeresbekleidungsamt wurde von 1939 bis 1942 erbaut und bis zum Ende des 2. Weltkriegs von der Wehrmacht zur Herstellung und Lagerung von Armeezubehör und Kleidung benutzt.

Danach wurde es von der GSSD als Nachschub- und Versorgungsdepot betrieben. Hier lagerte Armeebekleidung, Armeezubehör und Ersatzteile. Auch wurde Kleidung repariert und gewaschen. Zudem war eine Transporteinheit stationiert und die zentrale Feldpostverteilstelle befand sich ebenfalls hier.

Das etwa 20 Hektar große Areal besteht aus 8 bogenförmig angeordneten, zweistöckigen Klinkerbauten. Ausgeführt in moderner Stahlbetonskelettbauweise besaßen sie große Fensterflächen und Walmdächer aus freitragenden Stahlbetonbindern. Die Nutzfläche betrug etwa 65.000 m².

Seit dem Abzug der Sowjetarmee 1991 steht das Gelände leer. Ein Verein versucht die historische Bausubstanz zu erhalten.

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Heeresküche

Als Heeresküche errichtet, wurden von hier aus die umliegenden Garnisonen versorgt. Nach dem Krieg nutzte die GSSD das Gelände und erweiterte es um einige Häuser und Stallanlagen.

05-2023
Der Wiederbesuch dieses Geländes stand schon lange auf dem Plan, umso größer war jetzt die Enttäuschung das hier fast alles abgerissen wurde. Wir stapften über frischen Sand, lange ist dieser Rückbau also noch nicht her. Es blieben noch die Bäckerei und ein paar Relikte im Umfeld.

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Nuklearwaffenlager

Das sind die Reste eines Waffenlagers der GSSD. Hier lagerten kurzzeitig Nuklearwaffen des Kalten Krieges, die zum Glück nie zum Einsatz kamen. Ein Großteil der Garnison ist schon beseitigt worden. Übrig geblieben sind die Wohnunterkünfte. Ein Highlight: das alte russische Klavier ist in erstaunlich gutem Zustand.

05-2021
Wir kamen wieder um nach einer Sauna zu suchen, aber die Bilder davon waren schon etwas älter und wir fanden nichts. Wahrscheinlich ist diese schon abgerissen. Also besuchten wir das alte Klavier noch einmal. Auch einige schöne Räume im Neubau, mit viel Schimmel. Sonst gibt es hier wenig neues zu entdecken.

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Lenin am See

Ursprünglich wurde diese Siedlung als Erholungsheim des deutschen Privatbeamtenvereins um 1900 erbaut und bestand aus über 100 Villen.

Nach 1945 war dann hier der Stab der 2. Garde-Panzerarmee der Sowjetstreitkräfte untergebracht. Wie üblich begrüßte Genosse Lenin die Gäste. Jetzt ist er nur noch ein langsam verwitternder Zeitgenosse in einer Siedlung am See, in der sich das zivile Leben die Gebäude wieder zurück erobert. Den Rest nimmt sich die Natur.
An diesem Standort waren einmal 30.000 Soldaten stationiert.

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Am Ortseingang findet man noch dieses gut erhaltene Relief.

Ein weiterer Beitrag aus dem Jahr 2020 davon.

03-2020
Auch hier kamen wir mal wieder vorbei, Ziel waren die Reste der Kaserne zu besichtigen, die hier auch einmal neben dem Stab existierte. Mitten im Wald und öffentlich zugänglich ist deren Zustand nicht der Beste. Auch wurde das Kino schon teil abgerissen. Wir fanden eine Sauna mit deutscher Inschrift aus Natursteinen, also wurde das Gebäude schon weit vor der Besetzung durch die GSSD errichtet. Eine Inschrift an der Fassade lautet „Hier möchte ich ewig träumen“ zeugt von früherem Glanz.
Das Mosaik an einer Fassade entschädigte dann doch etwas, auch der Trabant 601 im Wald ist durchaus komisch, keine Ahnung wie er dort hin gekommen ist.