Archiv der Kategorie: GSSD

Flugplatz Alt Daber

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand hier zuerst ein Segelflugplatz. Der Ausbau zum Militärflugplatz erfolgte während der Aufrüstung für den 2. Weltkrieg. Die Luftwaffe stationierte an diesem Ort unterschiedliche Einheiten.
Nach Kriegsende übernahm die Rote Armee den Flugplatz und stationierte hier mehrere Jagdfliegereinheiten. Nach Abzug der sowjetischen Truppen Anfang der 90er Jahre, ist die Anlage stillgelegt. Das Flugfeld wurde später für verschiedene Rennveranstaltungen genutzt, bis darauf eine Solaranlage errichtet wurde.

Einige Gebäude wurden schon abgerissen, verblieben sind die Hangars und viele Wohngebäude, in den Kellern konnten wir noch einige nette Überbleibsel entdecken. Als Besonderheit fanden wir dort auch eine russische Fernseher-Reparaturwerkstatt.

05-2020
Mittlerweile sind weitere kleinere Gebäude hier abgerissen und ein weiteres Solarfeld kam hinzu, es steht eigentlich nur noch die Reihe der Hangars und die Gebäude dazwischen. Wir trafen einen älteren Herrn der sich hier aus kennt und er zeigte uns einen Bunker etwas weiter draußen. Man kann ja hier jetzt auch mit dem Auto umher fahren, das nutzten an diesem Wochenende auch viele andere, die sich hier die Zeit vertrieben.
Wir besuchten die Unterwelt hier, es gibt weit verzweigte Keller und wir fanden sogar ein unterirdisches Kino. Auch alt bekanntes wurde noch einmal durchsucht und es findet sich immer was neues.

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Raketenbrigade

Die Ursprünge dieses Militärstandorts gehen bis zum 1. Weltkrieg zurück. Hier errichtete man einen Flugplatz, der dann nach dem Krieg in Ackerland umgewandelt wurde. Wiederbelebt wurde das Areal, während der Aufrüstung der Wehrmacht, ab 1933. Es wurden Flugzeughallen mit der nötigen Infrastruktur errichtet.
Die Sowjetarmee übernahm das Gelände und stationierte hier unterschiedliche Abteilungen. Darunter war auch eine Raketenbrigade und ein Handelsunternehmen.

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Impression vom Rückweg

 

Da ja Teile des Geländes landwirtschaftlich genutzt werden und wir diesen Bereich damals ausgelassen hatten, besuchten wir die alte Raketenbrigade erneut an einem Sommerabend um vielleicht noch ein paar Häuser zu erkunden. Viele sind leider verschlossen oder werden noch als Abstellfläche genutzt. Deshalb ließen wir diese natürlich aus. Aber trotzdem konnten wir noch viel neues entdecken, wie das halbrunde Relief, die Wäscherei oder einige Wandbilder.

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Russische Verwaltung

Da wir beim Versuch ein anderes Objekt in der Nähe zu erforschen, beobachtet wurden, gingen wir weiter und schauten uns dieses Haus in der Straße an. Ohne große Hoffnung auf etwas Brauchbares zu stoßen, wurden wir eines Besseren belehrt. Letzte Nutzer waren die Russen, es wird wohl eine Art Verwaltung gewesen sein. Genauere Informationen gab das Gebäude leider nicht mehr preis.
Aber in der Umgebung waren noch andere Liegenschaften der GSSD zu finden.
Update: Wie wir aus Unterlagen heraus fanden war hier einmal das 34. Kfz-Instandsetzungswerk „Roter Stern“ installiert.

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Kaserne am Truppenübungsplatz

Eine Kaserne in der Nähe eines Truppenübungsplatzes, der von der Bundeswehr nach genutzt wird. Die Reste der hauptsächlich mit Wohnhäusern bebauten Kaserne wurden zuletzt  für Häuserkampf-Übungen benutzt.

In den Jahren davor wechselten sowohl der Eigentümer als auch die Nutzung mehrfach. Während des 1. Welt-      krieges diente der Platz zur Unterbringung von Kampfdivisionen, Reserven und Ausbildungskommandos. Die Aufrüstung brachte ab 1936 vermehrt gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, bespannte Artillerie, Pioniere und Kavallerie auf den Platz. Während des 2. Weltkriegs befanden sich auch Kriegsgefangene hier.
1946 machten die sowjetischen Streitkräfte den Standort für die nächsten 48 Jahre zur Garnison. Rund 40.000 Menschen, Soldaten und Zivilisten aus der Sowjetunion lebten in diesem abgeschlossenen Areal.

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Speicher der GSSD

Das einzige was man erkennen konnte, dass die letzten Nutzer wohl Russen waren. Was hier in den Häusern lagerte konnten wir nicht mehr ermitteln. Aber die großen Lagerhäuser schließen auf Lebensmittel, sie waren aber leider verschlossen.

03-2021
Da wir hier auch einmal wieder waren, schauten wir wieder vorbei und heute waren die großen Speichergebäude offen. Einer war dann doch recht interessant, mit einigen Hinterlassenschaften. Der andere unter vermüllt und die Etagen leer. Deshalb hier nur Bilder aus einem der Speicher.

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Krankenhaus

Ein Krankenhaus der GSSD in der „verbotenen Stadt“.
Toller Verfall, mit abblätternder Farbe und schönem Licht. Leider fast komplett leer!

Erbaut wurde es 1913 zusammen mit der Schießschule in der Nähe. Hier wurden die Militärangehörigen und deren Familien behandelt. Als Reservelazarett diente es vorewiegend der Behandlung von Lungenkrankheiten.  Es wurde um Baracken und einem massiven Zusatzbau erweitert.

Die GSSD nutzte das Gebäude bis 1994 als Poliklinik.

weitere Bilder aus dem Jahr 2017

weitere Bilder aus dem Jahr 2021 und 2022

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KGB Gefängnis

Das Gefängnis in der Leistikowstraße 1 in Potsdam war eine Untersuchungshaftanstalt des Geheimdienstes Militärspionageabwehr der sowjetischen Besatzungsmacht in der SBZ bzw. DDR.

Das Gebäude wurde ursprünglich 1916 – 1918 vom Evangelisch-Kirchlichen-Hilfsverein errichtet. Nach der Potsdamer Konferenz im August 1945 wurden etwa 100 Häuser der „Nauener Vorstadt“, die an den Neuen Garten grenzt, von der sowjetischen Besatzungsmacht abgeriegelt und in „Militärstädtchen Nr. 7“ umbenannt.
Bis 1955 wurden dort Menschen unterschiedlicher Nationalität, darunter vor allem Sowjetbürger aber auch Deutsche festgehalten, erkennungsdienstlich behandelt, oft monatelang ohne jeden Rechtsbeistand verhört, teilweise misshandelt und zu unverhältnismäßig hohen Haftstrafen (in sowjetischen Speziallagern auf dem Gebiet der SBZ oder im Gulag) bzw. zum Tode verurteilt. Die Basis der Verurteilung durch sowjetische Militärtribunale bildeten zumeist erpresste Geständnisse.

Ab 1955 hielt der sowjetische Geheimdienst ausschließlich sowjetische Militärangehörige oder Zivilangestellte der sowjetischen Truppen dort fest. Wie viele Menschen der Geheimdienst insgesamt festhielt ist bis heute unbekannt. Etwa 80 Häftlinge des Gefängnisses Leistikowstraße Potsdam ließ der Geheimdienst an einem unbekannten Ort in Potsdam oder in Moskau nach ergangenem Todesurteil erschießen. Die Forschungen dazu dauern noch an. Das Gefängnis war bis zur Auflösung des KGB 1991 in Betrieb. Danach wurde es als Lager genutzt. Nach dem Abzug der sowjetischen/russischen Truppen aus Deutschland wurde es 1994 dem Evangelisch-Kirchlichen-Hilfsverein zurückgegeben.

(Quelle: Wikipedia)

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Kaserne der Künstler

Dieses Kaserne mit schlichten Klinkerbauten wurde wahrscheinlich in den 50er Jahren errichtet. Hier diente die Besatzung der 2 Bunker, die unweit im Wald versteckt liegen. Die schmucklosen Bauten wurden mit großen Wandbildern an den Gebäuden und Reliefs am Appellplatz verschönert. Sie zeigen die ruhmreiche Rote Armee zu Land, zu Wasser und in der Luft. Die Wandbilder an den Gebäuden sind inzwischen von Graffiti übermalt, die sich aber dem gleichen Thema widmen. Auch innerhalb der Gebäude findet man Wandmalerei.

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Kaiserbauten

Der gesamte Komplex hat eine bewegte Geschichte, die bis 1860 zurück reicht.
Die Siedlung wurde von der Wehrmacht zur Schaffung von Wohnungen für Militärangehörige errichtet.
Später nutzte die GSSD das Gelände. Viele Gebäude wurden schon abgerissen, einige auch modernisiert und wieder als Wohnungen genutzt. Viele schöne Motive fanden sich in den Kellern, die teilweise gewölbeartige angelegt sind. Die oberen Etagen sind stark zerstört und vom Verfall gezeichnet.

12-2019
Dieses Gelände hatte auch einen Wiederbesuch verdient. Wir konnten in den Kellern einige Hinterlassenschaften finden, wie eine Sauna mit einigen Malereien oder viele russische Plakate in den Kellern, die Hinweise auf die Nutzung von Militärgeräten geben. Auch Saal und Casino wurde natürlich wieder angesehen.

08-2021 und 01-2025
Wir entdeckten in einem Video noch interessante Details aus dieser Kaserne. Eine Stele, welche wir in dieser Bauart schon 2x gesehen haben. Die Aufschrift Ютербог 2 – Jüterbog 2 prangt auf dem stählernen Ring. Weiterhin noch ein paar Sportler Wandbilder in einem Dachgeschoss.

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Altes Material Lager

Ein Materiallager der GSSD an einem Militärstandort.

Was hier genau gelagert wurde, lässt sich nicht mehr heraus finden. Aber die kleinen Lagerhäuser auf Stelzen, lassen erahnen, das hier Lebensmittel lagerten. Lange und mehrere Reihen Lagerhäuser waren voneinander durch Stacheldrahtzäune getrennt.

Ein Schwimmbad, Kino und Sporthalle waren vorhanden. Auch eine kleine Gärtnerei und Ställe zur Tierhaltung fanden wir.
Weiterhin eine große Halle die vielleicht zur Reparatur bzw. Wartung von Fahrzeugen diente.
Wir besuchten dieses Areal an 2 Tagen und haben immer noch nicht alles gesehen, da das Lager aus ca. 100 Gebäuden besteht.

Weitere Besuche folgten, diese sind hier zu sehen.

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