Archiv der Kategorie: Verkehr

Bahnwerk

Das Bahnwerk war das Herzstück der Eisenbahnlinie, die 1900 eröffnet wurde. Da das Werk geografisch in der Mitte der Strecke lag, bot sich der Standort ideal für die Wartung an. Hier wurden Instandhaltungsarbeiten von Dampflokomotiven, später Dieseltriebwagen und Waggons durchgeführt.

Der Lokschuppen war ausgestattet mit Schmiede, Schlosserei und Gruben für die Unterseite der Fahrzeuge. Wie viele Nebenbahnen litt auch diese Strecke unter dem Strukturwandel. Bereits in den 1960er und 70er Jahren verlor die Strecke an Bedeutung. Mit der schrittweisen Stilllegung der Strecke, besonders nach Schäden an einer Brücke, verlor das Bahnwerk seine Funktion. Teile des Geländes sind verfallen, Schienen sind überwuchert und wurden sogar entfernt, und die Natur erobert sich die Industriebauten zurück. Es gab und gibt immer wieder Bestrebungen von Vereinen, Fahrzeuge zu erhalten oder das Gelände museal zu nutzen.

Abenteuerzug

Dieses Gleis führte einmal zu einem Zementwerk, welches aber schon viele Jahre nicht mehr in Betrieb ist. Dann wurden hier Draisinenfahrten angeboten, bei unserem Besuch war aber hiervon nichts zu sehen. Auch gibt es keine Einträge in den einschlägigen Quellen. Scheinbar sollte der Abenteuerzug hier auch als Unterkunft umgebaut werden, dies ist aber in den Anfängen stecken geblieben. Weiter alte Eisenbahnwaggons warten hier auch auf ein Rettung die aber wahrscheinlich ausbleiben wird, mittlerweile holt sich die Natur diese zurück, was ein kleiner Baum schon erfolgreich getan hat.

 

RAW Helmut Scholz

Das Dampflokwerk Meinigen, war früher eines unter vielen der deutschen Ausbesserungswerken ist das Dampflokwerk Meiningen, früher RAW „Helmut Scholz“.
Heute das einzige Werk in Deutschland, in Dampflokomotiven ausgebessert, in Einzelfällen sogar neu gebaut werden. Doch nicht nur Dampfloks, auch moderne Schneeräumtechnik, Reisezugwagen und auch museale Dieselloks- und Triebwagen werden hier betreut.
Wir konnten hier an einer 2 stündigen und fachkundigen Führung teilnehmen.

 

Autohalle

Zuletzt hatte sich in dieser Halle ein Autohändler angesiedelt. Er verkaufte gebrauchte Autos und sicherlich auch Ersatzteile, war hier viele Fahrzeuge stehen die ausgeschlachtet worden sind. Wir finden hier viele englische Modelle der Marke Morris Oxford . Leider sind alle in sehr schlechtem Zustand, nach dem Verwerten und dem Aus des Autohändlers sind dann hier die Diebe und Vandalen durchgezogen und ließen die 100 m lange Halle in diesem zustand zurück.
Es gab auch einmal einen Gleisanschluss, der heute aber nicht mehr existiert. In dieser Fabrik wurden vorher wahrscheinlich Rohre gefertigt die zum Teil auch in Bohrtürmen und in der Erdölindustrie zum Einsatz kamen. Der Autohändler ist dann hier in den 1970er Jahren eingezogen.

Prodist Tanken

In den einsamen Bergen unterwegs kamen wir mit den letzten Tropfen im Tank an der Prodist Tankstelle an. Aber was für ein Schreck, der Selbstservice gelang nicht. Die Zapfpistolen waren abgeschnitten und die letzte Eichung der Tanksäulen lag auch schon Jahrzehnte zurück. Wie es schien war auch kein Sprit mehr verfügbar. Als sich der Schreck gelegt hatte, fotografierten wir das Debakel um wenigstens ein Andenken daran zu haben.

Zugfriedhof

Ein verlassenes Bahngelände, mit einer bunten Mischung an Bahngeräten. Die Highlights waren ein TAKRAF Kran und ein Postwagen mit Briefeinwurf, sowie der alte Personenwaggon der offen war. Auch ein Hänger voller Achsen rostet hier vor sich hin.

Bootsscheune

Dieser Zufallsfund entpuppte sich als kuriose Entdeckung. Diese Scheune war fast vollständig zugewachsen, aber etwas blinzelte hervor und ließ uns umkehren um nachzugucken. Oft sind diese Aktionen aber nicht von Erfolg gekrönt, aber durch die Löcher der Holzverkleidung konnten wir seltsames sehen.
Als der Zugang gefunden war, stellte sich der der Fund als Abstellort für ein Boot mit selbst gebautem Anhänger heraus.

Die Scheune wurde an dieser Stelle sogar erweitert, weil das Gefährt nicht in voller Länge hinein passte. So wurde kurzerhand die „Garage“ um das Gespann gebaut.
Da das Boot irgendwie zu hoch oder zu lang auf dem Anhänger stand, wurde kurzerhand das Fahrerhaus eingeschnitten um das Boot teilweise aufzunehmen.
Somit war der uralte Mercedes LKW ein Unikat, aber das war er wohl schon vorher. Weiterhin fanden sich einige Werkzeuge und Ersatzteile hier. Wie es aber scheint ist das hier alles schon ein paar Jahrzehnte ungenutzt.

Sanitätszug

Ende der 1980er Jahre gab das polnische Verteidigungsministerium 8 Sanitätswagen in Auftrag. Diese sollten bei Unglücken oder Kriegen eingesetzt werden um die Versorgung von Verletzten zeitnah zu ermöglichen. Den Plänen nach, sollten diese dann schnell zu den Krankenhäusern transportiert werden. Dieser Zug ist noch gut erhalten, da er versiegelt wurde und erst durch ein Bahn Museum, vor der Verschrottung gerettet wurde.
Wir finden in dem Zug einen OP-Wagen, Warte- und Schlafräume, Geräte zur Sterilisation, Apothekenschränke und sanitäre Einrichtungen.

Einen ähnlichen Zug gab es auch in der DDR. Hier ist der Beitrag dazu.

Bahnbetriebswerk TKW

Als im Jahr 2010 nach 121 Jahren, die Eisenbahngesellschaft hier ihren Betrieb einstellte, gründete sich ein Verein der sich den Erhalt des BBW auf die Fahnen geschrieben hatte. Seit dieser Zeit kümmert sie sich um den Lokschuppen und die angrenzenden Anlagen. Eine große Aufgabe, die 2012 in ein Museum mündete. Es werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten um die hier zusammen getragene Exponate den Menschen zu zeigen.
Hier stehen einige Lokomotiven, Spezialfahrzeuge, Waggons und Relikte welche die Eisenbahngeschichte zeigen.
Zum Glück wird der Verein hier auch von staatlicher Seite unterstützt, auch die lokale Politik, Sponsoren, Spender und viele Freiwillige unterstützen das Vorhaben.

Der F1 Hangar

Zugegeben der Titel verspricht Formel 1 Feeling. Aber der Wagen ist schon gut gemacht, angelehnt an die Formel 1 Legend Ferrari und Michael Schumacher der in diesem Wagen 5 Weltmeistertitel holte. Aber der Motor ist aus einem normalen PKW, aber scheinbar konnte damit auch gefahren werden und es war nicht nur ein Ausstellungsstück.
Wie sind die Autos und LKW’s aber hier her gekommen? Heute ist das Gelände zugewuchert und dieser alte Hangar kaum noch zu sehen oder sogar zu öffnen um die Fahrzeuge zu bewegen. Das muss jetzt schon viele Jahre her sein und irgendwann sind die Fahrzeuge und das Material im Inneren vergessen worden.