Die Ursprünge des Anwesens gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück, als hier ein Wirtschaftshof errichtet wurde. Der Zerstörung während der Hussitenkriege erfolgte der Wiederaufbau im 15. Jahrhundert durch das Augustinerstift. Weitere Eigentümerwechsel folgten durch die Veränderung der territorialen Gliederung. Als Preußen im 18. Jahrhundert hier Eigentümer war, gelang das Schloss in Besitz eines Ministers, der es später an seine Schwester weiter vererbte, die mit einem von Münchhausen verheiratet war. In dieser Zeit erfolgten Umbauten der Münchhausens die es in den jetzigen Zustand versetzten.
Als das Land nach dem 2. Weltkrieg wieder Polen zugesprochen wurde, gelangte es in Regierungsbesitz und hier wurde eine LPG eingerichtet. Restaurierungen erfolgten dann 1970 und zuletzt vor 35 Jahren. Heute ist das Schloss in Privatbesitz, ein paar Meter weiter ist noch die Grabstätte der Freiherren von Münchhausen zu sehen.
Archiv der Kategorie: Wohnen
Schloss Eckersdorf
Dieses Schloss wurde als Renaissancebau im 16. Jahrhundert erbaut. Die umliegende Parkanlage dann etwas später.
Wie bei den meisten Schlössern erfolgten auch hier weitere Umbauten und Erweiterungen. Ein Neuaufbau wurde Ende des 19. Jahrhunderts nötig, da ein Brand große Teile des alten Schlosses vernichtete.
Die Familie die hier viele Jahre lebte, verließ dann nach Ende des 2. Weltkrieges den Ort.
Der Staat übernahm das Anwesen und betrieb in Teilen davon dann eine Funktionärs- und Landwirtschaftsschule. Auch als Kinderheim und Krankenhaus wurde es genutzt. Ab 1980 ist es aber verlassen. Das Schloss hat 115 Zimmer und 30 Kellerräume. Da sich bis heute jemand um den Erhalt kümmert konnten wir diese Schönheit für ein kleines Geld bewundern.
Schloss Möhnersdorf
Dieses kleine Schloss erzählt vor Ort nichts über seine Geschichte und die Recherche brachte auch nicht viel.
Eine begonnen Renovierung lässt es auch fast im Rohbaustadium zurück. Bis auf den Hauptsaal mit Kamin und Reste eines Flügels verblieben nur Mauern oder Gasbetonsteine. Irgendwann wurde der Umbau aufgegeben und das Gebäude verschlossen, es gab nur einen winzigen Zugang den wir unter Schwierigkeiten nutzen konnten.
Die Adelsfamilie die dort wohnte, musste das Schloss 1945 verlassen. Es gab hier auch zuvor noch ein Familiendrama, Familienmitglieder wurden auch hie r in der Nähe beigesetzt.
Eine Zeit lang wurde das Schloss auch als Kinderheim benutzt.
Hier noch eine Collage aus 2 Bildern. Eins aus damaligen Zeiten, als die Familie vor dem Kamin saß und eins aus 2020.
Klubhausvilla
Diese ehemalige Villa ist jetzt praktisch ein Rohbau, der letzte Besitzer wollte diese sanieren aber wegen fehlender Unterlagen wurde nie eine Baugenehmigung erteilt. Warum das Projekt am Ende dann gestorben ist wissen wir nicht. Heute wird das Ganze wieder auf einem Immobilienportal angeboten.
Vandalismus gepaart mit den begonnenen Arbeiten lassen die Villa in miserablen Zustand hier stehen.
Der Keller ist gewölbeartig und der Wintergarten lässt erkennen wie schön es einmal hier war. Im Garten steht ein LKW und dieser ist mittlerweile eingewachsen. Der angrenzende Saal stammt aus Zeiten des letzten Nutzers, als hier ein Jugendclubhaus betrieben wurde. Die Bauart ist einfach und wahrscheinlich stürzt der letzte Rest auch bald ein.
Die Dorfmühle
Diese Mühle kann auf eine lange Tradition blicken. Schon im 16. Jahrhundert wurde hier gemahlen, aber auch vor über 50 Jahren endete die Mühlenarbeit hier und das Anwesen wurde nur noch zum Wohnen genutzt.
Da Teile des Gewässers, die für den Betrieb der Mühle notwendig war, an die Gemeinde verkauft wurden, erlosch damit auch das Recht zum Betrieb.
Wir sprachen mit einem Ortsansässigen warum die Mühle heute leer steht. Dahinter steckt wohl eine Familientragödie, diese zerbrach und der Vater kam darüber nicht hinweg und ließ hier alles zurück.
Heute ist das Anwesen zerwühlt. Einzig der Bereich der alten Mühle ist noch in verhältnismäßig gutem Zustand. Wenn man bedenkt, das hier 50 Jahr nichts mehr bewegt wurde.
Rittergut Wasserburg
Das Rittergut wurde erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt. Es lässt sich relativ wenig über die Geschichte finden. Früher gab es hier wohl mal eine Wasserburg, wegen Umbaumaßnahmen an den umliegenden Seen ist der Standort heute aber nicht mehr mit Wasser umgeben. Das Herrenhaus des alten Rittergutes wurde auf den Resten dieser Burg errichtet. Das erfolgte gegen Ende des 19. Jahrhunderts. In Zeiten der DDR war hier ein Kindergarten untergebracht.
Heute ist das Haus in Privatbesitz und leer. Es sind keine Zeichen einer Nutzung zu erkennen, es wächst langsam zu und verfällt.
Haus Heinemann
Am Rande der Stadt steht dieses kleine Haus. Man erkennt es kaum von der Straße, es ist fast komplett zugewachsen. Wie es scheint lebte hier zuletzt eine alte Frau. Die Einrichtung und die Kleidung lassen darauf schließen. Der Fernseher ist ein schwarz-weiß Gerät aus der DDR Zeit. Ob die Jahre kurz nach der Wende auch die Zeit des Verlassens ist, wissen wir nicht. Wir finden aber nur alte Zeitungen und Schriftstücke die bis zu diesen Jahren datiert sind. Auf dem Dachboden liegt ein Haushaltsbuch aus dem Jahr 1947 und weiter viele alte Dinge.
Die Hustenburg
Dieses Schloss wurde Mitte des 19. Jahrhundert erbaut und von der Familie, die es geschaffen hat, auch bis zum Ende des 2. Weltkrieges bewohnt. Von der Besatzungsmacht eingenommen wurden hier zuerst die Truppen untergebracht, später dann Heimatgvertriebene. Die letzte Nutzung war dann eine medizinische, erst als Heilstätte, später dann als Kinder-Rehaklinik. Seit über 30 Jahren steht das Schloss nun leer, Versuche einer Nachnutzung scheiterten. Vor 15 Jahren wurde das Schloss verkauft, aber der neue Eigentümer bebasichtige zuerst eine Sanierung, aber bis heute ist davon nichts zu sehen.
Mittlerweile hat der Leerstand dem Gebäude schon arg zugesetzt. Einige Räume befinden sich eine Etage tiefer, andere stehen kurz davor. Nur im Keller haben wir uns einigermaßen wohl gefühlt.
Gutshaus Oregano
Die Ursprünge des Gutshauses reichen bis in das 18. Jahrhundert, als hier die Ortschaft wieder aufgebaut wurde.
Mitte der 1800er Jahre gelangte das Gutshaus in den Besitz einer Industriellenfamilie. Die Enteignung nach 1945 folgte dann eine sozialistische Nutzung, man brauchte hier eine Schule unter. Nach der Wende gab es einen neuen Träger, der hier ein Altersheim unterhielt. Beliebt war das Haus nicht, die Abgeschiedenheit ergab kaum Abwechslung für die hier untergebrachten. Wenn man sich heute die leeren Zimmer ansieht, war das Haus an sich auch kein Ort zum Wohlfühlen.
Als das Altersheim vor 15 Jahren geschlossen wurde, gab es einen privaten Eigentümer.
Bis auf das leer räumen des Hauses und ein paar angefangenen Renovierungsarbeiten scheint seit dem aber nichts mehr passiert zu sein. Außerdem fanden wir wir viele ungeöffnete Briefe einer Firma für Organische Produkte die mittlerweile nicht mehr existiert.
Wie es scheint ist der Aufbau dieses Betriebes hier gescheitert.
Haus Gartenzwerg
Ein kleines Dorf in Brandenburg, hier wohnt nur noch der Gartenzwerg.
Was ist das Schicksal dieses kleinen Hofes? Wir finden Forderungen von Versicherungen über kleine Beträge, Reichtum war hier sicher nicht vorhanden. Die Ausstattung ist alt und vermutlich hat hier ein älteres Paar gelebt. Gab es keine Verwandten die sich hier noch kümmern? Nach dem Verlassen wurde das Haus sich selbst überlassen, alles ist zerwühlt aber scheinbar noch fast alles vorhanden. Das geschah vor rund 10 Jahren, die Kalender stehen beim Jahr 2008.
Wie immer sind wir hier schnell wieder weg, das ist mir nichts in vielen dieser persönlichen Sachen zu stehen.
Auch will man hier niemanden über den Weg laufen um sich zu erklären.
Ein paar Bilder sind es doch geworden.






































































































































































































































