Archiv der Kategorie: Freizeit

Restaurant mit Bergnamen

Ein ehemaliges Ferienheim des FDGB steht nun hier im Ort seit über 25 Jahren leer. Beliebt war früher einmal auch das angeschlossenen Restaurant. Als aber nach der Wende die Lichter ausgingen, kümmerte sich niemand mehr darum. Jetzt sind einigeTeile schon eingestürzt, der große Saal hält noch tapfer durch. Aber ein Stützbalken ist auch schon durchgemodert.

Die Stadt will das Haus, das den Namen eines nah gelegenen Berges trägt, verschwinden lassen, die letzten Tage sind gekommen. Aber da die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt sind kann auch das noch dauern.

Eine Musikalische Schlittenfahrt

Während eines Wanderurlaubs im Thüringer Wald viel uns diese Gaststätte sofort auf. Offene Fenster aber mitten im Ort gelegen. Also den Nachbarn gefragt, der meinte das Haus steht schon lange leer und gehört der Bank und keiner kümmert sich mehr darum, oben soll es noch einen kleinen Saal geben.

Des Urbexers Interesse war geweckt, also nächsten Tag nochmal mit der Ausrüstung vorbei geguckt und die folgenden Bilder mitgebracht. Über die Geschichte gab die alte Gaststätte leider nichts mehr Preis.

Kinderferienlager

Dieses Ferienlager liegt idyllisch und abgelegen an einem See. Früher verbrachten hier einmal über 1.000 Kinder jeden Sommer ihre Ferien.
Die meisten von ihnen kamen aus Familien die dem „Spitzelverein“ der DDR dienten. Viel erfährt man nicht mehr vom früheren Lagerleben, aber es soll wohl etwas anders gewesen sein als in den zivilen Lagern. Die Werte des Sozialismus wurden den Kindern hier schon früh nahe gebracht.

Interessantes gibt es hier kaum noch, alles ist entkernt. Die vielen kleinen Bungalows im Wald sind allesamt leer und teilweise zerstört.
Die Dokumentation beschränkt sich daher auch auf den Speisesaal und angrenzende Gebäude.

12-2020
Da wir beim ersten Mal etwas unfreiwillig gehen mussten, da Schottdiebe am Werk waren, kamen wir wieder um den Rest zu dokumentieren. Wie an vielen anderen Orten ist die Zerstörung und Beschmierung weiter gegangen.
Interessant fanden wir die Reetdach Sauna im Feriendorf, schon etwas besonderes in sonst so spartanisch ausgestatteten DDR Ferienlagern.
Auch die Kegelbahn hatten wir ja beim 1. Besuch ausgelassen.

Fußball seit 1881

Fußball hatte hier schon über 100 Jahre Tradition.

Der Verein träumte in den 1980er Jahren vom großen Fußball. Das Stadion wurde her gerichtet viele kamen zu den Spielen. Es wurde sogar ein Drehkreuz installiert um den Besucherstrom zu lenken. Ein Neubau wurde errichtet, es gab Bier und einen Bratwurststand. Hier kam der Holzkohlegrill zum Einsatz und man sagte es gab hier die leckersten Bratwürste weit und breit.

Die Gegner wurden aus dem Stadion geschossen, aber dann misslang der Aufstieg um Haaresbreite und die besten Spieler gingen weg. Der Verein rutschte in eine Krise von der er sich nicht mehr erholte und der Spielbetrieb wurde sogar eingestellt.
Jetzt bleibt nur dieser Sportplatz übrig und erzählt dieses Geschichte vom SV 1881 Reetz, die vielleicht auch ganz anders war.

Der Grüne Saal

Ein Schickes altes Haus mit Bühne und Saal. Die genauere Art der Nutzung ließ sich bisher nicht heraus finden. Vielleicht als Treffpunkt, Speiseraum und Veranstaltungsort des umliegenden Geländes?

Beim 2. Anlauf gab es jetzt auch einen Eingang, leider gibt es aber hier auch schon Vandalismus und Graffiti.

 

 

FDGB Mooskombinat

Diese ehemalige  HO Gaststätte hat den Neuanfang nach der Wende nicht überstanden.
Jetzt übernimmt langsam die Natur die Regie in diesem Haus. Zu retten ist es nicht mehr.

Die Zimmer im oberen Stockwerk sind mit sensationellem Verfall und Bewuchs ausgestattet, hier möchte man sich aber nicht mehr lange aufhalten.

Der große Saal lässt erahnen wie hier früher einmal die Post abging, aber hier ist bestimmt schon 20 Jahre kein Tanzbein mehr geschwungen worden.

Gasthaus zum bunten Saal

Die Recherche nach der Historie dieses Hauses lieferte leider nicht viele Fakten. Bis auf ein paar alte Postkarten war nichts zu finden.

Das war ein typischer Gasthof der alten Zeit, wie viele in dieser Gegend.
Der Saal für die Feierlichkeiten war hier aber schon etwas besonderes. Stuckfiguren neben der Bühne und gegenüber ebenfalls aufwändige Verzierungen, dazu die etwas merkwürdige, bunte Deckenbemalung stechen hervor.

Jetzt hat das Gebäude schon viele Löcher in Decke und Boden und ist nur mit großer Vorsicht zu Begehen.

Ferienlager Blauer W50

Wir besuchten eins der vielen DDR Ferienlager in unserer Region, dieses hatte als Träger einen großen stattlichen Betrieb.

Im Vergleich zu vielen anderen dieser Anlagen, war es relativ groß und hatte alles zu bieten was der DDR Urlauber brauchte. Einen kleinen Bungalow für sich und die Familie, die Verpflegung in der Kantine, größere Bungalows für Klassenfahrten, eine Sauna und den Waschbungalow. Für die Freizeit gab es Tischtennis, Klettergeräte, einen Volleyballplatz und eine kleine Bühne für Vorführungen oder man ging zum nahen See baden.

Nach der Wende betrieb die Kommune das Lager weiter. Einen Neunanfang mit einem Besitzerwechsel, Anfang der 2000er Jahre gelang dann aber nicht. Als Erholungszentrum für Familien- und Kinder konzipiert, sollte es Klassen, Vereine oder Familien anlocken. Aber das gelang nicht mehr, da vielen den Oststandard, der hier noch vorhanden war, nicht mehr gefiel und die Anlage wurde geschlossen und schlummert jetzt vor sich hin.

Warum hier dann am Ende aber noch ein Blauer Tankwagen W50 auf dem Gelände steht, erschließt sich uns nicht.

Kulturhaus der Werktätigen

Dieses Kulturhaus wurde in den 1950er Jahren auf Geheiß der sowjetischen Offiziere erbaut. Es diente der Unterhaltung der 20.000 Beschäftigten der Chemischen Werke im Ort.

Hauptbestandteil war der große Theatersaal mit 750 Plätzen und ein kleinerer Saal für 250 Gäste. In den folgenden Jahren erfolgte der weitere Ausbau, eine Gaststätte und kleinere Räume kamen hinzu. Hier wurde Kunst und Kultur durch die Arbeiter gelebt. Auch einige internationale Gäste konnte das Haus begrüßen.
Nach der Wende hatten die neuen Eigentümer der Werke kein großes Interesse mehr an dem Haus und 1998 viel der letzte Vorhang. Es folgten einige Jahre des Leerstands.

Ein einheimischer Investor kaufte das Gebäude kurz nach der Jahrtausendwende und wollte es umgestalten und groß investieren. Der Ausbau zur Großraumdisko und Eventlocation hatte begonnen, wurde aber nie fertig gestellt. Unterschlagungen von Fördermitteln stehen im Raum. Ein Millionenkredit wartet auf Ablösung.

 

 

 

Kulturhaus zum Mond

Die Ursprünge dieses Kulturhauses gehen bis in das Ende des 19. Jahrhundert zurück. Ein kleine Gastwirtschaft eröffnete hier und wurde mit wechselnden Eigentümern bis zum Ende des 2. Weltkrieges betrieben.

Dann kaufte ein großes Unternehmen des Ortes das Objekt und betrieb hier zuerst eine Einrichtung für Kinder. Als dann die Nutzung an die größeren Kinder über ging, begann hier die Nutzung als Kulturstätte.

Ab den 1950er Jahren wurden dann Theaterstücke aufgeführt und das Haus begann zu leben. Es wurde umgebaut und trotz aller Vorbehalte funktionierte dieses Kulturhaus, auch weil sich viele Bürger dafür einsetzten. Jetzt fanden hier die üblichen Veranstaltungen statt, wie Jugendweihen, Brigadefeste, Weihnachtsfeiern und auch Rentner trafen sich in diesem Haus.

Wir konnten den großen Saal mit dem nierenförmigen Oberrang besichtigen, auf diesem befindet sich noch eine letzte Stuhlreihe. Der Eingangsbereich mit den typischen DDR Treppen ist auch noch sehenswert. Einige Teile sind zu gemauert, aber scheinbar gibt es für das früher einmal sehr beliebte Haus keine Verwendung mehr und der Abriss droht.

01-2022
Hier hat sich auch nach über 5 Jahren wenig verändert, gut so. Etwas mehr Verfall, aber das ist ja klar.