Im 18. Jahrhundert wurde diese barocke Villa erbaut. Ein Adliger aus der Region ließe sie von einem berühmten Architekten errichten. Nach dem Ableben des ersten Besitzers, zogen hier immer wieder andere Adlige ein. Eines Tages gab es keinen Nachfolger mehr und der Palast stand leer.
Die letzte Nutzung war dann als Altenpflegeheim für christliche Würdenträger. Die Eingangshalle diente dann als Raum für Gottesdienste.
Leider sind auch hier schon einige Wände bekrakelt und beschmiert, aber einige Räume wurden verschont. Viele Räume wurden mit sehr schönen Deckenmalereien verschönert.
Passend zum nächsten Ort wurde das Wetter dann besser, der Regen hörte auf und die Sonne kam heraus.
Auf einem kleinen Weinberg wurde das Anwesen vor rund 100 Jahren erbaut. Dem Wein hatten sich auch die letzten Bewohner verschrieben, die damit ihren Lebensunterhalt finanzierten.
Scheinbar war dieses Geschäft sehr erträglich, da sich im ganzen Gebäude sehr viele Wand- und Deckenmalereien befinden. Damals ein Zeichen von Wohlstand, den die Bewohner damit ausdrücken konnten.
Heute steht die Villa zum Verkauf und ist bis auf wenige Gegenstände leer und ausgeräumt.
Aber die schönen Verzierungen und Bilder in den Räumen machen diese Villa zu etwas besonderem.
Eine kleine Villa in den Bergen Italiens war das Ziel unseres nächsten Tages. Der Wettergott meinte es nicht gut mit uns, es goss in Strömen und so waren wir erst mal nass als wir bei „Anna“ ankamen.
Aber das war schnell verflogen als wir das Innere betraten. Efeu rankte schon in die Zimmer und krallt sich um die Stühle, die alte Ausstattung wurde hier zurück gelassen und bietet jetzt die tollsten Motive.
Im Erdgeschoss rankt sich alles ums Thema Wein, riesige Weinfässer lagern hier und die Werkzeuge zur Herstellung des Traubensaftes stehen hier auch noch in Hülle und Fülle.
Als Krönung des Ganzen tauchten auch nach andere Urbexer auf, auch in so einem kleinem Kaff ist man nicht mehr alleine, als sie schon längst gegangen waren machten wir noch unsere letzten Bilder.
Was können wir über diese Villa, mit dem hübschen Turm geschichtliches sagen? leider…nichts.
Auf unserer Italien Tour gehörte sie eher zu den Enttäuschungen, sehr hübsch von außen anzusehen, war im inneren nichts mehr vorhanden. Da hier vor einiger Zeit mit der Renovierung begonnen wurde, ist die Villa leer an Gegenständen oder Möbel. Ein Gebäudeteil scheint bezugsfertig zu sein. An den beiden Haupttreppen hier ist ein Treppenlift angebracht, alles ist behindertengerecht ausgeführt worden.
Der große Park vor der Villa ist auch schon verwildert. Hier hat schon einige Jahre keiner mehr was gemacht.
Erbaut in den frühen 1900er Jahren steht diese große Villa am Rande eines kleinen Parks in Norditalien. Neben einem, einst prunkvollen Treppenhaus findet man noch eine kleine Privatkapelle darin. Die Villa ist mittlerweile fast zugewachsen und der Zugang erschwert sich, da man sich durch dichte Hecken und Gestrüpp kämpfen muss.
Diese Villa gehörte einmal einem Industriellen und wurde um 1900 erbaut.
Sie hatte einen Wintergarten der mal als kleiner Zoo diente, im besonderen muss es hier mal einige Vögel gegeben haben.
Rund um das Anwesen gibt es einen riesigen Park, die Schönheit der Anlage ist auch heute noch, nach jahrzehntelangem Leerstand, zu erkennen.
Ein Sonntagnachmittag Spaziergang entpuppte sich als Ausflug in die Geschichte.
Zuerst gingen wir eine kleine Allee entlang, die sah so aus als ob hier früher mal eine kleine Straße existierte. Aber wo führte diese hin? Dann stand mitten im Wald plötzlich dieser Gedenkstein der Geschwister Scholl. Weit und breit keine anderen Dinge die an Menschen erinnern.
Ein paar Meter weiter dann doch die ersten Ruinen im Wald, aber das sind eher Mauerreste oder ein Haufen Steine.
Dann tauchte noch ein Gewächshaus auf und viele weitere Dinge die an eine Siedlung erinnern. Am Ende noch ein Bunker, der für Fledermäuse zugemauert wurde.
Die Recherche gestaltete sich schwierig, am Ende aber bekamen wir dann doch noch nähere Infos.
Ein jüdischer Bankier baute hier in der brandenburgischen Abgeschiedenheit ein Anwesen für seine Pferde. Unter Einheimischen als Lankenberg Schloss bekannt. Die genaue Entstehungszeit ist nicht bekannt, man nimmt aber an das hier zum Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Es entstand eine großzügige Villa, Stallungen, Wirtschaftsgebäude und Pferdekoppeln. Auch ein Park und Obstgarten sowie Gewächshäuser zur Eigenversorgung entstanden.
Die Familie verließ Deutschland nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Richtung Kalifornien. Das Gelände blieb nicht lange ungenutzt. Die Abgeschiedenheit schuf Begehrlichkeiten. Die Firma Feistel übernahm das Gelände 1935 und produzierte hier bis zum Kriegsende Leuchtmunition. Zusätzliche Gebäude im südlichen Teil wurden errichtet, wir nehmen an das einige Mauern die wir dort noch stehen aus dieser Zeit stammen.
Hier waren rund 30 Menschen beschäftigt, auch Fremdarbeiter aus den Ostgebieten wurden hier beschäftigt.
Nach Kriegsende wurde die Firma liquidiert, die Anlagen waren aber unzerstört. Die Bewohner der umliegenden Gemeinden nutzten aber Baumaterial von hier, um ihre zerstörten Häuser wieder aufzubauen. Ein paar Jahre wurden auch Flüchtlinge in der Villa untergebracht.
Mit Gründung der DDR wurde dann hier eine Lehrgärtnerei eingerichtet, es erfolgten zusätzliche Umbauten. Auch weitere Gewächshäuser wurden errichtet, diese kann man heute noch in Überresten erkennen. Die Ausbildungsstätte bekam den Namen „Geschwister Scholl“, damit erklärt sich jetzt auch der Gedenkstein. Im Sprachgebrauch wurde die Schule auch Schollhof genannt. Die Ausbildung hier endete schon in den 1960er Jahren, aber der Gewächshausbetrieb wurde noch bis 1988 weiter geführt.
Bis zum Ende der Bewirtschaftung wohnten hier auch noch 2 Familien. Als die Wende kam, war der Schollhof schon unbewohnt. Die früheren Eigentümer, die Familie Schnaps bekam das Grundstück zurück hatte aber kein Interesses daran, da sie immer noch in Amerika lebten.
Nach 10 Jahren bekam der Landschafts Förderverein die Möglichkeit das Gelände zu erwerben und 2005 wurden die ruinösen Gebäude dann abgerissen und die Fläche in das hier entwickelte Naturschutzkonzept eingegliedert.
Nach über 100 Jahren schloss sich der Kreis, die Natur bekam ihr Gelände wieder zurück.
Wir konnten noch ein paar wenige Reste des Scholhofes finden und dokumentieren.
Eigentlich sah dieses Herrenhaus von außen doch sehr vielversprechend aus, das Dach schien auch in Ordnung zu sein. Aber wie der Schein trügen kann, innen war das gute Haus in sich zusammen gebrochen.
Die Bilder zeigen das unerbittlich.
Lange waren wir nicht dort, es war uns doch zu gefährlich. Nebenan stand noch eine alte Mühle, dort sind auch noch die letzten 2 Bilder entstanden.
Geschichtliches über den Standort konnten wir leider nicht heraus bekommen.
Der letzte Nutzer dieses alten Rittergutes war eine LPG Tierproduktion.
Am Eingang prangt noch die Kreidetafel, wo früher die Erträge der Brigaden festgehalten wurde. Sie hießen unter anderem „Brigade Schwein“ oder „Brigade Hühner“. Nun ja man kann sich bessere Namen vorstellen.
Aber was ist mit der Geschichte? Erbaut wurde das Rittergut Ende des 19. Jahrhunderts von einem Adligen. Es folgte die Enteignung durch die sowjetische Besatzungsmacht und die Errichtung einer LPG Verwaltung und Ausbildungsstätte. Es erfolgte auch eine Erweiterung im DDR Stil. Es entstanden hier einige Zimmer zur Unterbringung der Lehrlinge die hier ausgebildet wurden.
Die jetzigen Eigentümer versuchten eine Renovierung die aber in den Ansätzen stecken blieb. Es gab immer wieder einmal Pläne zur Umgestaltung, die aber bis heute nicht realisiert wurden.
Rund um das Wohnhaus wurde auch ein kleiner Landschaftspark geschaffen, der heute aber verwildert ist.
Nach 1945 wurde der Eigentümer enteignet und hier eine Berufsschule im DDR Stil errichtet. Das Gut wurde ein typischer DDR Landwirtschaftsbetrieb. Teile davon werden auch heute noch genutzt. Das Herrenhaus und die Berufsschule verfallen aber.