Städtische Klinik

Die ehemalige Klinik thront markant über der Stadt und ist heute ein Mahnmal für den Strukturwandel im Gesundheitswesen. Die Klinik wurde in den 1960er Jahren errichtet, einer Zeit, in der Ort als Kurstadt florierte. Der Bau ist typisch für die funktionale Krankenhausarchitektur der Nachkriegszeit – ein massiver Betonkomplex, der auf maximale Effizienz ausgelegt war. Als Krankenhaus stellte es die medizinische Grundversorgung für die Region sicher und war einer der größten Arbeitgeber der Stadt.
Mit der Jahrtausendwende geriet das Haus zunehmend unter Druck. Die Gründe waren vielfältig, Kleine Krankenhäuser hatten es schwer, gegen große Klinikkonzerne zu bestehen. Das Abrechnungssystem machte kleine Standorte oft unrentabel. Nach mehreren Betreiberwechseln konnte der Betrieb nicht mehr aufrechterhalten werden. Zu Beginn der 2000 Jahre kam schließlich das endgültige Aus. Heute regiert hier der Vandalismus, fast alle Fensterscheiben wurden eingeworfen, Innenwände mit Graffiti besprüht und Leitungen aus den Wänden gerissen.

Es gab immer wieder Pläne – von Luxus-Seniorenresidenzen bis hin zu Wellness-Hotels. Bisher scheiterten alle Vorhaben an den immensen Sanierungs- oder Abrisskosten.

Freizeitzentrum

Über dieses Freizeitzentrum können wir nichts heraus finden.
Aber es muss vor über 30 Jahren geschlossen worden sein, das zeigen die Haltbarkeitsstempel auf dem Getränken. Der Verfall ist größtenteils natürlich und alles ist hier feucht. Man kann sich gut vorstellen wie früher hier Leben geherrscht hat und sich die Leute in der Kegelbahn, beim Billard, im Schwimmbad, auf den Tennisplätzen oder einfach nur im Restaurant die Zeit vertrieben.

Keramikfabrik

Die Geschichte beginnt mit dem Verlust Keramik-Imperiums der Familie im Osten Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Die beiden Brüder begannen bei Null im Westen. Nach 1845 begann die Fertigung mit einfachsten Mitteln, zunächst vor allem Gebrauchsgeschirr, das in der Nachkriegszeit dringend benötigt wurde.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Keramikfabrik zu einem der bedeutendsten Namen der Branche. Besonders die experimentellen Glasuren machten die Marke weltbekannt. Nach den goldenen Jahren begann ab 1970 der Abschwung, Billigimporte aus dem Ausland und ein sich radikal ändernder Einrichtungsgeschmack setzten der Firma zu. Bald meldete das Unternehmen erstmals Konkurs an. Es folgten verschiedene Rettungsversuche und Umfirmierungen, wobei die Produktion jedoch stetig schrumpfte. Mitte der 1980er Jahre wurde der Betrieb an diesem Standort endgültig eingestellt. Seit der Schließung stehen die Gebäude leer. Die Natur eroberte sich das Gelände zurück, und Vandalismus sowie der Zahn der Zeit verwandelten die einst stolze Fabrik in eine Ruine.

Kurhotel

Die Geschichte des Kurhotels ist untrennbar mit dem Aufstieg des Ortes zum bedeutenden Heilbad verbunden. Als eines der allerersten Kurhäuser wurde es Ende des 18. Jahrhunderts errichtet und bildete zusammen mit dem benachbarten Kurhaus das architektonische und gesellschaftliche Herzstück des Ortes.

Es war mehr als nur eine Unterkunft; es war ein Statussymbol. Wer im hier logierte, gehörte zur gehobenen Gesellschaft, die zur Kur hierher reiste, um die Heilbäder zu nutzen.

Das ursprüngliche Fachwerkgebäude ist bis heute ein prägendes Element. In späteren Jahren (insbesondere im 20. Jahrhundert) wurde das Haus massiv erweitert und modernisiert. Es entstand ein weitläufiger Hotelkomplex, der den historischen Charme mit den Annehmlichkeiten eines modernen Wellnesshotels verband. Es gab Schwimmbad, Saunalandschaft, Kegelbahn und einen Ballsaal für Festlichkeiten.

Trotz seiner exklusiven Lage direkt am Kurpark und Investitionen in Millionenhöhe konnte sich das Hotel dem allgemeinen Strukturwandel der deutschen Kurorte nicht entziehen und musste vor kapp 10 Jahren endgültig schließen. Danach gab es Pläne, den Komplex in eine Pflegeeinrichtung umzuwandeln, doch das wurde nicht umgesetzt.
Heute soll das Hotel zwangsversteigert werden, es bleibt zu hoffen das hier neues Leben einzieht.

Pelzveredelung

Diese Fabrik wurde in den 1920er Jahren erbaut und man begann hier mit der Produktion von Schlössern.
In Zeiten des 2. Weltkrieges wurde das Areal vom Militär genutzt. Danach zog hier die Pelzverarbeitung ein, aber in den 1970er Jahren kam der Einbruch, da Pelze im Modebereich nicht mehr tragbar waren. Trotz Konkurs übernahm eine andere Firma die Pelzveredelung, aber dann Mitte der 1980er Jahre war dann endgültig Schluss. Große Teile der Anlagen wurden abgerissen und es erfolgte auch eine Altlastensanierung die bis heute anhält.

Bunker Gosen

Der Bunker Gosen wird auch als Objekt 17/201 geführt. Er ist eines der faszinierendsten Relikte des Kalten Krieges auf deutschem Boden. Als ehemaliges Ausweichquartier der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) – des legendären Auslandsnachrichtendienstes der DDR unter Markus Wolf – war er eines der bestgehüteten Geheimnisse des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

Die Anlage befindet sich in einem Waldgebiet bei Gosen, östlich von Berlin. Sie wurde in den 1980er Jahren errichtet, um im Falle eines (nuklearen) Krieges oder eines innerstaatlichen Ausnahmezustands die Führungsfähigkeit der HVA sicherzustellen. Von hier aus hätten die Spionageaktivitäten im Ausland koordiniert werden sollen.

Der Bunker ist ein zweietagiges Bauwerk vom Typ 7000, das nach den modernsten Standards der damaligen Zeit errichtet wurde. Die Sohle liegt etwa 10 bis 12 Meter unter der Erdoberfläche. Die Anlage war gasdicht und verfügte über ein autarkes Belüftungssystem mit Sandfiltern. Ausgelegt für ca. 150 bis 200 hochrangige Mitarbeiter, mit dabei war eine eigene Stromversorgung (Dieselaggregate), Brunnen zur Wasserversorgung, Nachrichtenzentrale und Arbeitsräume für die Führungsspitze. Im Gegensatz zu vielen anderen MfS-Bunkern war Gosen besonders hochwertig ausgestattet, da die HVA als „Elite-Einheit“ galt. Nach außen hin war das Gelände als „Objekt der Zivilverteidigung“ oder Schulungsobjekt getarnt. Es gab oberirdische Funktionsgebäude, die den Zugang zum Bunker kaschierten.

Nach der Wende 1989/90 wurde die Anlage entkernt und gesichert. Da sie nie im Ernstfall genutzt wurde, blieb die Substanz lange Zeit sehr gut erhalten. Aber auch hier hat dann der Vandalismus Einzug gehalten, heute ist der Bunker ein Gedenkort und es werden Führungen angeboten. Da kaum noch Technik vorhanden ist, ist das eine hauptsächlich politisch motivierte Führung unterstützt durch Bilddokumente. Wir haben schon bessere Bunkerführungen miterlebt!
www.bunker-doku.de/ausweichfuehrungsstelle-hv-a/

Sendestelle

Diese Sendestelle ist die älteste der Welt, welche heute noch besteht. Das Haupthaus dient heute als Ausstellungshalle.
Wir finden dieses Nebengbäude, welches aufgegeben wurde. Leider ist es ausgeschlachtet und leergeräumt. Ein weiteres in der Nähe ist in einem noch schlechteren Zustand.

FRAG 411 Badingen

Diese Raketenstellung der NVA, mit dem Namen „Palladium“ wurde 1985 formiert und ging dann 2 Jahre später in Dienst. 1990 übernahm die Bundeswehr das Areal und stellte dann 1992 den Betrieb hier ein.
Hier waren die teuersten Raketensysteme der DDR installiert, das System S-200 Wega. Sie konnten Ziele in großer Entfernung bekämpfen. In der DDR waren nur noch 2 weitere S-200 Systeme stationiert.
Wir waren hierher gekommen und einen Mannschaftsbunker zu erkunden, zu Hause bei der Recherche stellte sich erst heraus welche riesige Anlage hier einmal vorhanden war, so das wir wieder kommen mussten.
Leider sind viele der Stellungen zurück gebaut oder von Vandalismus gekennzeichnet. Aber anhand alter Karten konnte man schon die frühere Bestimmung wieder erkennen. Vieles ist verschüttet und man steht oben auf den Plattformen des Höhenfinders, der Aufhellstation, der Täuschsender, der Richtfunkanlage usw. auch eine FlaK-Stellung zur Abwehr von Luftangriffen war vorhanden.
Der Mannschaftsbunker hatte eine Grundfläche von 700 m² und Schutzklasse E, besonders die Netzersatzanlage hat uns hier gefallen, welche noch relativ gut erhalten war. Beim 2. Besuch fanden wir auch den Gefechtsstand, aber der Zugang war uns dann doch zu riskant. Also erforschten wir das weitere Gelände mit den Feuerstellungen und noch vorhandene Bauten.

Mannschaftsbunker

Außenanlagen

 

Bunker Kunersdorf

Der Bunker diente als abgesetzte Funksendezentrale als Hauptführungsstelle des Ministeriums für nationale Verteidigung. Er ist 2-etagig und war neben der Funktion als Sendezentrale auch Kommunikationszentrale. Nach 1990 wurde das Gelände als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der Bunker selbst wurde ab 2008 von einem Förderverein übernommen und wird als Denkmal des kalten Krieges erhalten. ´

www.bunker-kunersdorf.de

 

TÜP Bunker

Während einer Erkundungstour auf einem ehemaligen TÜP der NVA und GSSD finden wir diesen Hochbunker. Heute liegt er mitten im Wald und stammt augenscheinlich aus Wehrmachtszeiten. Die Anlage erinnert aber irgendwie an einen Prüfstand, ähnlich der die sich in der Heeresversuchsstelle Kummersdorf befinden. An diesem Standort sind uns aber solche Aktivitäten nicht bekannt. Vielleicht wurde er hier nur gebaut um daran Waffen zu probieren? Die Überreste an Rohren oder Lüftung sprechen aber nicht dafür.
Wir verlassen diesen Ort wieder mit Freude über diesen Fund aber auch mit einigen Fragen.