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Chemiefaserfabrik „Friedrich Engels“

Update 2015: Dieser Lost Place wir seit Mitte 2015 bis 2017 abgerissen. Bericht der MAZ

Ab 1915 siedelte sich hier die Chemieindustrie an. Nach dem Krieg wurde das Werk in einen VEB umgewandelt und bekam 1960 den Namen „Friedrich Engels“. Dieser Betriebteil war die Viskose Produktionsanlage.
Nach 1990 wurde das Chemiefaserwerk privatisiert, neue Betriebsteile entstanden, viele alte Anlagen wurden nicht mehr benötigt und stillgelegt oder demontiert. Einige Reste sind dem Verfall ausgesetzt.

Hier noch ein paar Eindrücke von einem 2. Besuch, erstaunlich was man alles beim 1. mal nicht gesehen hat!

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Fliegerhorst

Vor dem 2. Weltkrieg war dieses Gelände in geheimen Plänen des Luftfahrtministeriums für einen Flugplatz vorgesehen. Der Ausbau war dann 1939 fertig gestellt. Es gab eine Betonlandebahn, Hangars, Kasernen und Versorgungsbauten.
Als 1945 der Flugplatz von den russischen Truppen erobert wurde, sollte er auch weiter als solcher genutzt werden. Die Lage war aber nicht dafür geeignet und nur bis Mitte der 50er Jahre waren hier Flugzeuge stationiert.
10 Jahre lang diente der Flugplatz noch einer Hubschrauberstaffel als Standort und bis zum Abzug der GSSD-Streitkräfte, wurde das Gelände von den sowjetischen Landstreitkräften als Truppenübungsplatz genutzt.

09-2019
Irgendwie ist dieser große Standort bei uns in Vergessenheit geraten, wir besuchten ihn vor vielen Jahren und hörten immer wieder von reinem renitenten Wachschutz. Da in letzter Zeit immer mal wieder Bilder auftauchten, nahmen wir diesen Fliegerhorst wieder auf die Liste.

Erstaunlich was man damals übersehen hatte. Aber das hat auch Gründe. Vor rund einem Jahr wurde hier alles frei geschnitten und damit wurde das Gelände sehr übersichtlich, das Schwimmbad hatten wir damals nicht gefunden, heute liegt es relativ frei. Scheinbar wird die Bebauung vorbereitet, 2018 wurde das Gelände an eine Wohnungsgesellschaft verkauft. Auch die Bewachung gibt es nicht mehr. Viele Leute gehen hier ein und aus.

Die Bilder stammen von 2 Besuchen kurz hintereinander. Beim ersten pirschten wir noch im Unterholz zu den Gebäuden, als wir aber an einem Sonntag, beim 2. Besuch viele Spaziergänger trafen, stellten wir dies auch ein und liefen ungeniert umher.

04-2020
Wir besuchten noch ein paar Wohnhäuser und flogen mit der Drohne über das Gelände. Die Bilder aus den Häusern sind in der obigen Galerie am Ende zu finden.

03-2023
Mittlerweile sind wir hier zum 5. Mal und auch bei diesem Besuch sind noch keine Anzeichen einer Bautätigkeit zu verzeichnen. Man hat zwar das Gefühl, das der Bewuchs immer wieder entfernt wird um einen guten Gesamtüberblick zu haben wenn es hier zu Besichtigungen kommt, aber mehr passiert nicht. Der Zustand der Häuser wird auch nicht besser, da sich hier scheinbar jede Menge und Arten von Menschen umher treibt. Sprayer, Vandalen, Fotografen, Jugendliche die sich hier ihre Zeit vertreiben, Ausflügler, Familien usw.
Wir konnten diesmal auch doch noch neues Entdecken, wie der Bereich der Wäscherei, der bisher immer unscheinbar und uninteressant schien, aber doch einiges bot.

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Putenzucht und mehr …

Eine ehemalige LPG in einer 800-Einwohner Gemeinde suchte eine neue Bestimmung.  Da meldete sich eine Firma und wollte eine sehr, sehr große Putenmastanlage errichten. Die Bürger liefen Sturm, der Investor verzog sich. Nun sollte das Gegenteil von Dreck und Gestank erfolgen: Eine ökologische, irgendwie soziale Kreislaufwirtschaft sollte hier als Pilotprojekt entstehen. Ein großes Schild wurde aufgestellt, Baubeginn 2007, das war das letzte Baugeschehen hier!

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NVA Tankstelle

Ein ehemaliges NVA Gelände, welches im Moment von einigen Firmen und Privatleuten genutzt wird. An der Einfahrt findet man die Reste dieser Tankstelle. Einheitstyp der DDR, viele werden diese Zapfsäulen noch kennen aber sie verschwinden immer mehr.

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Heilstätte für Lungenkranke

Dieses ehemalige Heilstätte hat Besseres verdient, jetzt umzingelt sie das Straßengewirr eines Verkehrsknotenpunkts. Aber wenn man erst mal hinter diesen Mauern verschwindet, bemerkt man davon zum Glück nicht mehr viel. Dieser Flügel steht so elegant dort, wie scheinbar schon immer. Man erwartet, dass jemand den Raum betritt und darauf spielt. Aber man ist alleine dort und nur der Wind ist noch da und lässt die Türen und Fensterläden klappern.
Errichtet wurde diese Heilstätte als Lungenklinik Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Besitzer mussten vor dem NS-Regime flüchten und ließen alles zurück. Die Behandlung ging aber weiter. Zu DDR Zeiten erhielt die Klinik eine neue Bestimmung, jetzt wurden hier Haut- und Lymphdrüsenkranke behandelt.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und seit 1994 leer.

2017 waren wir wieder einmal vor Ort. Haupsächlich um Luftbilder zu machen. Die Eingangstür steht mittlerweile offen und die meisten Fenster auch. Wir betraten nur den Eingang und waren erschrocken über den Zustand, leider ist jetzt alles beschmiert…weiter gingen wir nicht mehr hinein,

Und hier noch ein Drohnenvideo

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Militärflugplatz zur Solarzelle

Hier war bis 1994 ein Militärflugplatz angesiedelt. Teilweise wurde er ab den 1970er Jahren von Agrarfliegern genutzt. Ganz zu Anfang wurden hier kaiserliche Fliegertruppen ausgebildet, vor dem 2. Weltkrieg übernahm die Wehrmacht das Gelände. Die GSSD nutzte dann den Flugplatz bis zu ihrem Abzug.

Starke Zerstörung prägt das Gelände, mit dem Abriss der Gebäude wurde schon begonnen, die ehemaligen Landebahnen sind schon von einer Solarfirma genutzt.

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Antrieb nach Oben

Hier wurde der Inhalt für große Luftfahrzeuge hergestellt die diese in der Luft hielt. Diese hatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts große Bedeutung.
Später war hier ein VEB ansässig der auch leicht flüchtige Produkte für die Industrie herstellte.
Das Gelände steht heute unter Denkmalschutz, befindet sich aber in bedauerlichem Zustand. Viele haben sich hier schon ausgetobt und ihre Spuren hinterlassen.

Alte Ziegelei

In dieser alten Ziegelei werden schon lange keine Steine mehr gebrannt. Anfang der 1960er Jahre war hier Schluss und eine weitere Nutzung der Gebäude leider nicht vorgesehen.

Wir besuchten ein zweites Mal diese Ziegelei, viel hat sich nicht geändert. Ein Investor ist weiterhin nicht in Sicht.

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Hotel Violinist

Einst war es eine traditionsreiche Hotelanlage. Eröffnet als Pension Ende des 19. Jahrhunderts wurde es dann Jahre später erweitert. Es galt zum damaligen Zeitpunkt als eine der besten Adressen im deutschen Reich. Das Hotel ist seit je her im Familienbesitz, musste aber auf Grund einer Insolvenz geschlossen werden, bevor das 21. Jahrhundert anbrach.

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Hotel der Eisenhütte

Ein Zufallsfund im Harz in einem kleinen Ort, in dem früher eine Eisenhütte stand. Die letzte Nutzung war dann doch eher eine Arbeiterwohnunterkunft. Falls nicht, ist klar warum es schließen musste. Der DDR Charme wäre vielleicht heute wieder gefragt, doch damals nach der Wende sicher nicht!

Dieses Hotel hat es mittlerweile schon zu einer gewissen Berühmtheit in Urbexer Kreisen geschafft. Da wir in der Nähe waren schauten wir es uns auch noch einmal an.
Hier wird ja viel umdekoriert, wenn man sich die Bilder der anderen anschaut, stehen die Sachen jedesmals anders.
Aber auch der Verfall nimmt immer weiter zu.

Mittlerweile der 3. Besuch hier, wenn es nicht tiefgreifende Veränderungen gegeben hätte, wären wir sicher nicht noch einmal hier vorbei gefahren. Aber die benachbarte Gaststätte ist abgebrannt und wurde mehr oder weniger abgerissen. Die Trümmerberge liegen auf dem Parkplatz. Überall im Hotel hat der Ruß sich verewigt. Auch der Vorbau ist beinahe eingestürzt, die Fensterfront steht bedrohlich schief. Ansonsten alles wie immer, die Gegenstände „wandern“ immer noch hin und her. Jetzt gibt es aber  in jeder Etage einen schönen Ausblick auf die Gegend dort.

Mittlerweile bekamen wir auch Infos was das früher einmal gewesen sei. Also, seit den 1970er Jahren war das ein Erholungsheim einer technischen Hochschule Magdeburgs.

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